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LUZERN: Kanton will Kultur auf dem Land stärker fördern

Der Kanton Luzern will mehr Geld für die Kulturförderung ausgeben und dieser mehr Profil geben. Davon profitieren sollen Institutionen wie das Verkehrshaus, das Lucerne Festival und das KKL Luzern, aber auch das Kulturangebot auf dem Land.
Bildungs- und Kulturdirektor Reto Wyss erwartet von den Gemeinden, dass sie mitziehen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Bildungs- und Kulturdirektor Reto Wyss erwartet von den Gemeinden, dass sie mitziehen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Knapp 20 Jahre nachdem der Kanton Luzern sein erstes Kulturförderungsgesetz geschaffen hat, will er sein Engagement zugunsten der Kultur neu ordnen. Er hat am Montag den Kulturförderungsbericht in die Vernehmlassung geschickt.

Regierungsrat Reto Wyss betonte bei der Präsentation des Berichtes die Bedeutung der Kultur für den Kanton Luzern. Diese forme die Gesellschaft in elementarer Weise. Sie mache aber auch den Kanton Luzern attraktiv für Bevölkerung und Touristen.

Der Bericht umfasst deshalb sowohl das international wettbewerbsfähige Kulturangebot in der Stadt Luzern wie auch die Kulturproduktion auf dem Land sowie die Laienkultur.

Insgesamt schlägt der Bericht neun Massnahmen vor. Zu ihnen gehört die Neugestaltung der Luzerner Theaterinfrastruktur, die vor zwei Wochen vorgestellt worden ist, aber auch der Kulturdialog, die Schaffung von kantonalen Auszeichnungen für das Kulturschaffen und die Weiterentwicklung der Zentralschweizer Filmförderung.

Regionale Kulturfonds

Stärker gefördert werden soll die Kultur auf dem Land. Vorgesehen ist, vier Fonds zu schaffen, die durch die Regionen verwaltet werden. Der Kanton will jeden Fonds mit 50'000 Franken alimentieren und damit die Gemeinden für ein finanzielles Engagement animieren. Er erwarte von ihnen, dass sie mitziehen würden, sagte Wyss.

Der Bericht schlägt zudem vor, die Aufgaben des Kantons und der Gemeinden zu entflechten. Der Kanton zieht sich aus der Breitenförderung und der Unterstützung von Veranstaltungen zurück. Möchte jemand für ein Projekt öffentliche Gelder, so muss er sein Gesuch bei den regionalen Fonds und den Gemeinden einreichen.

Im Gegenzug konzentriert sich der Kanton auf die Vergabe von Werkbeiträgen an professionelle Kulturschaffende. Die Beiträge sollen im Wettbewerbs- und Ausschreibungsverfahren vergeben werden. Ziel ist es, die Mittel gezielter und wirksamer einzusetzen. Der Kanton dürfte für das freie Kulturschaffen und die Kulturförderung auf dem Land zusätzlich 1,3 Millionen Franken pro Jahr ausgeben.

Mehr Planungssicherheit

Der Kanton will ferner, dass Verkehrshaus, Sammlung Rosengart und Lucerne Festival in den Zweckverband grosser Kulturbetriebe aufgenommen werden. Dies soll den drei wichtigen Institutionen mehr Planungssicherheit geben. Bislang gehörten dem Zweckverband das Luzerner Theater, das Sinfonieorchester und das Kunstmuseum an.

Mehr öffentliche Gelder als bislang erhalten Verkehrshaus, Sammlung Rosengart und Lucerne Festival aber nicht, es ändert sich nur der Finanzierungsschlüssel. Die Stadt wird im Umfang von 1,1 Millionen Franken zu Lasten des Kantons entlastet, der neu jährlich 20,7 Millionen Franken für die sechs grossen Institutionen zahlt.

Bezüglich des Verkehrshauses soll gemäss Bericht auch der Bund in die Pflicht genommen werden. Luzern setzt sich seit Jahren dafür ein, dass das meistbesuchte Museum der Schweiz vom Bund stärker unterstützt wird.

(sda)

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