LUZERN: Kantone kämpfen gemeinsam für Tiefbahnhof

Luzern, Ob- und Nidwalden sind bereit, sich am Milliardenprojekt für einen Luzerner Tiefbahnhof zu beteiligen. Obwohl das der Bund gar nicht fordert, würde es dennoch die Realisierungschancen erhöhen, glaubt der Luzerner Regierungsrat Max Pfister.

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Die Bahnhofeinfahrt Luzern ist stark ausgelastet. Ein Tiefbahnhof würde laut SBB die Situation entschärfen. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Die Bahnhofeinfahrt Luzern ist stark ausgelastet. Ein Tiefbahnhof würde laut SBB die Situation entschärfen. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Grundsätzlich wird die SBB-Infrastruktur vom Bund bezahlt. Das heisst, der Kanton Luzern müsste die deutlich mehr als 1 Milliarde Franken teure Investition Tiefbahnhof Luzern mit Tunnelverbindung nach Ebikon nicht mitfinanzieren.

Regierungsrat Max Pfister sagt aber: «Damit das Projekt auch tatsächlich und innerhalb des Paketes Bahn 2030 realisiert werden kann, sind wir, das heisst Kanton und Stadt zusammen mit Ob- und Nidwalden, bereit, einen Teil des Jahrhundertbauwerks mit- oder nötigenfalls sogar vorzufinanzieren.»

Der Kanton Zürich hats mit der Durchmesserlinie vorgemacht. Zum 2 Milliarden Franken teuren Bau steuert er einen Drittel bei. Auf Luzern bezogen beliefe sich der Kostenbeitrag auf einige 100 Millionen Franken.

Strategietreffen
Im Frühling 2010 entscheidet der Bundesrat, welche künftigen Bahnprojekte in die Vernehmlassung kommen und von der Eidgenossenschaft unterstützt werden. Um bei dieser Selektion mit dem Projekt Tiefbahnhof nicht zu scheitern, setzt Luzern alle Hebel in Bewegung. Am 5. Mai findet die periodische Zusammenkunft zwischen der Luzerner Regierung und den Luzerner Bundesparlamentariern statt. Im Zentrum der Tagung steht das Projekt Tiefbahnhof. Deshalb sind auch Vertreter aus Ob- und Nidwalden eingeladen. Pfister sagt: «Am 5. Mai informieren wir über die gemeinsame Strategie, damit künftig alle vom Gleichen reden.»

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag»