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LUZERN: Kantonsgericht spricht FCL-Hooligan schuldig

Ein FCL-Chaot ist vom Kantonsgericht Luzern wegen Landfriedensbruch und Hinderung einer Amtshandlung schuldig gesprochen worden. Er hatte sich 2012 in der Stadt Luzern vermummt an einer Zusammenrottung von FCL-Anhängern beteiligt.
Der FCL-Chaot lief der Polizei auf der Flucht vor der Schlägerei in die Hände. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Der FCL-Chaot lief der Polizei auf der Flucht vor der Schlägerei in die Hände. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Das Gericht bestrafte den 24-Jährigen im Dezember 2014 mit 360 Stunden gemeinnütziger Arbeit, dies anstelle einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 110 Franken. Der Beschuldigte hatte sich vor Gericht bereit erklärt, eine allfällige Strafe in Form gemeinnütziger Arbeit zu leisten. Nun liegt die Begründung des Kantonsgericht.

Der Vorfall hatte sich am 23. August 2012 vor dem Euro-League-Qualifikationsmatch FC Luzen gegen KRC Genk ereignet. Rund 20 Luzerner und 60 belgische Gäste trafen in der Altstadt aufeinander.

Das Kantonsgericht kam zum Schluss, dass der Beschuldigte sich des Landfriedensbruches schuldig gemacht habe. Landfriedensbruch begeht, wer an einer öffentlichen Zusammenrottung teilnimmt, bei der mit vereinten Kräften gegen Menschen oder Sachen Gewalttätigkeiten begangen werden.

Der Beschuldigte, der ein T-Shirt mit der Aufschrift «Formation Luzern» und eine weiss-blaue Sturmhaube getragen habe, sei nicht nur passiver Zuschauer gewesen, teilte das Kantonsgericht am Montag mit. Er habe mehrere Schritte auf die Auseinandersetzung zugemacht.

Den Angaben des Beschuldigten, er habe lediglich aus Neugier die Ereignisse kurz beobachtet, folgten die Kantonsrichter nicht. Schuldig mache sich, wer freiwillig an einer Zusammenrottung teilnehme, auch wenn er selber keine Gewalthandlung begehe. Der Beschuldigte sei nicht als passiver, distanzierter Zuschauer erschienen, sondern als Bestandteil der Zusammenrottung.

Das Gericht geht weiter davon aus, dass sich der Beschuldigte der Verhaftung widersetzt habe. Die beiden Polizisten seien zwar zivil gekleidet gewesen, hätten ihn aber mit einem «Halt, Polizei!» angesprochen.

Der Beschuldigte war bereits zuvor wegen Verfehlungen im Vorfeld oder Nachgang zu Fussballspielen belangt worden. 2011 war er wegen Hausfriedensbruch verurteilt worden, weil er ein Stadionverbot missachtet hatte.

Das Kantonsgericht hat mit seinem Urteil einen Entscheid des Bezirksgerichtes korrigiert, das 2014 den Beschuldigten freigesprochen hatte. Die Staatsanwaltschaft akzeptierte den Freispruch nicht und gelangte an die höhere Instanz.

sda/zim

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