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LUZERN: Kantonsspital kürzt Essens-Gutscheine für Mitarbeiter

Vorerst tiefere Beiträge an Mahlzeiten und erneut weniger Parkplätze: Das Luzerner Kantonsspital spart bei seinen Angestellten. Deutet dies auf einen schlechten Jahresabschluss 2017 hin?
Lukas Nussbaumer
Mitarbeiter in der Küche des Kantonsspitals Luzern. (Bild: Dominik Wunderli (28. März 2017))

Mitarbeiter in der Küche des Kantonsspitals Luzern. (Bild: Dominik Wunderli (28. März 2017))

Lukas Nussbaumer

lukas.nussbaumer@luzernerzeitung.ch

Wer im Luzerner Kantonsspital arbeitet, profitiert von Vergünstigungen auf Mahlzeiten und von Beiträgen für den öffentlichen Verkehr (ÖV). 2016 beispielsweise erhielten alle 6853 Mitarbeiter Essensgutscheine von 400 Franken für die Personalrestaurants des Spitals mit seinen Standorten in Luzern, Sursee, Wolhusen und Montana. Ein erster Entscheid dazu fiel Ende 2016, als die Geschäftsleitung 200 Franken bewilligte. Im Frühjahr dieses Jahres wurden rückwirkend weitere 200 Franken gesprochen – «wegen des guten Geschäftsergebnisses im letzten Jahr», sagt Simona Benovici, Sprecherin des Luzerner Kantonsspitals (Luks), auf Anfrage. Addiert wendete das Kantonsspital im letzten Jahr also mehr als 2,7 Millionen Franken für Essensgutscheine seiner Angestellten auf.

Künftig wird der grösste Arbeitgeber der Zentralschweiz jedoch weniger attraktiv. Die Essensgutscheine für 2017 sinken von 400 auf vorerst 100 Franken. Diese schlechte Nachricht hat die Luks-Spitze den Mitarbeitern letzte Woche in einer intern verteilten Nachricht geschrieben, in der auch Spitalratspräsident Beat Villiger verabschiedet wurde. 2014 und 2015 wurden Essensgutscheine im Wert von je 300 Franken verteilt.

Im Frühjahr 2018 könnte eine zweite Zahlung erfolgen

Die Höhe der Essensgutscheine für das laufende Jahr kann sich allerdings noch ändern, betont Simona Benovici. «Über eine weitere Anerkennungsprämie wird wie im Vorjahr nach dem Vorliegen des definitiven Jahresabschlusses 2017 entschieden.» Dass mit 100 Franken aktuell nur ein Viertel des Vorjahres ausgeschüttet wird, könnte auf ein schlechtes Finanzergebnis im laufenden Jahr hinweisen. Dazu äussert sich Benovici nicht konkret. «Es ist verfrüht, diesbezügliche Schlüsse zu ziehen. Es gilt, das vierte Quartal abzuwarten.» 2016 betrug der Gewinn des grössten Zentrumsspitals der Schweiz 26,5 Millionen Franken, zwei Jahre zuvor war er mit 52,5 Millionen fast doppelt so hoch ausgefallen. Knapp 18 Millionen des Gewinns fliessen an den Kanton (siehe Kasten). Der Umsatz des Spitals betrug im vergangenen Jahr 905 Millionen.

Die Beiträge an den ÖV werden nicht rückwirkend, sondern jeweils für das folgende Jahr beschlossen. Sie sollen 2018 gleich hoch bleiben wie heuer und sind abhängig vom Wohnort und vom Beschäftigungsgrad. Der Maximalbetrag beläuft sich auf 500 Franken. Das Luks rechnet laut Benovici damit, in diesem Jahr rund 700000 Franken für ÖV-Beiträge aufzuwenden.

Eine knappe Stunde pro Weg mit dem Bus ist zumutbar

Eine weitere Verschlechterung gibt es für Angestellte, die mit dem Auto zur Arbeit fahren wollen. Wegen des Neubaus des Parkhauses auf dem Areal Ost stehen in Luzern während rund eines Jahres etwa 160 Parkplätze weniger zur Verfügung. Dafür wurde der im letzten Jahr eingeführte Sperrkreis auf 55 Minuten ausgeweitet. Konkret: Wer das Luzerner Kantonsspital mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von 55 Minuten erreicht, erhält keine Parkberechtigung. Die Zahl der Mitarbeiterparkplätze in Luzern betrug vor Beginn des Parkhaus-Neubaus 1380, dies bei mehr als 5000 Angestellten, die am Standort Luzern arbeiten. Ein Parkplatz kostet pro Tag maximal 5.80 Franken. Das neue, siebenstöckige Parkhaus Ost mit seinen 600 Parkplätzen soll Ende 2018 fertig gebaut sein.

Bereits Mitte Februar 2016 mussten 260 Mitarbeiter ihre Parkbewilligung abgeben. Dafür wurde Angestellten, die in Neuenkirch, Rothenburg, Inwil, Buchrain, Root, Dierikon, Adligenswil und Hergiswil wohnen, die Parkberechtigung entzogen. Es gibt allerdings Ausnahmen für Personen mit regelmässigen Spät- und Wochenenddiensten.

Bis Anfang 2016 umfasste der Parkier-Sperrkreis nur die Stadt Luzern, Emmen, Ebikon, Meggen, Horw und Kriens. In diesen sechs Gemeinden wohnen mit 2200 Mitarbeitern rund die Hälfte aller Luks-Angestellten am Standort Luzern.

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