LUZERN: Kapellbrücke unter die Hoheit des Parlaments

Die Jungfreisinnigen wollen die Bildkopien via Volksentscheid auf die Kapellbrücke hängen. Dafür ist ein juristischer Kniff nötig.

Alexander von Däniken
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Bereits im Vorjahr machten die Jungfreisinnigen auf der Kapellbrücke mit einer Bilderaktion auf ihr Anliegen aufmerksam, die Bilder von Jost Schumacher aufzuhängen.. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Bereits im Vorjahr machten die Jungfreisinnigen auf der Kapellbrücke mit einer Bilderaktion auf ihr Anliegen aufmerksam, die Bilder von Jost Schumacher aufzuhängen.. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die Jungfreisinnigen der Stadt Luzern wollen mittels Volksinitiative dafür sorgen, dass die Bildkopien des Mäzens Jost Schumacher auf der Kapellbrücke Platz finden. Damit nun die Stimmbürger überhaupt entscheiden können, ob die Kopien aufgehängt werden, muss die Zuständigkeit geändert werden. Der Plan der Jungfreisinnigen: Neu soll das Parlament für die Hängeordnung verantwortlich sein. Dafür bedarf es einer Änderung der Gemeindeordnung der Stadt Luzern. Genau das beantragen die Initianten bei der voraussichtlich am 29. Juni startenden Unterschriftensammlung. In 60 Tagen müssen 800 Unterschriften gesammelt werden.

Denkmalpflege winkt ab

Einen Knackpunkt gibt es dennoch. Denn für eine Änderung der seit 2002 geltenden Hängeordnung der Bilder braucht es auch die Zustimmung der kantonalen Denkmalpflege. Wie diese aber auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung» sagt, besteht keine Veranlassung, an der aktuellen Ordnung der Bilder auf der Brücke etwas zu verändern. Dies auch deshalb, weil der Grosse Stadtrat am 4. März 2010 entschieden hatte, die Schumacher-Kopien nicht in die Brücke zu hängen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.