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LUZERN: Katholiken werden immer weniger, Religionslose immer mehr

Der Anteil der Katholiken im Kanton Luzern schrumpft: Rund zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner zählen zur römisch-katholischen Kirche. Der Anteil der Personen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, nimmt seit 1990 kontinuierlich zu.
Schon oft vorgenommen und endlich auch mal realisiert. Wer guckt denn da über die "Schanz" gegen das Murchried". Ja, der imposante Kirchturm der Stift Beromünster ists. (Bild: Werner Hüsler)

Schon oft vorgenommen und endlich auch mal realisiert. Wer guckt denn da über die "Schanz" gegen das Murchried". Ja, der imposante Kirchturm der Stift Beromünster ists. (Bild: Werner Hüsler)

64 Prozent der Luzernerinnen und Luzerner im Alter ab 15 Jahren waren im Jahr 2014 der römisch-katholischen Kirche und 10 Prozent der evangelisch-reformierten Kirche zugehörig. Jeweils 4 Prozent sind Teil einer anderen christlichen beziehungsweise einer islamischen Glaubensgemeinschaft. Das geht aus einer Medienmitteilung von Lustat hervor.

16 Prozent der Luzerner Bevölkerung sehen sich keiner Religion zugehörig. Ihr Anteil hat sich seit dem Jahr 1990 stark erhöht; damals lag er bei 3 Prozent. In demselben Zeitraum nahm der Anteil der römisch-katholischen Bevölkerung von 79 Prozent auf 64 Prozent ab. Mit der verstärkten Zuwanderung hat auch der Anteil der Personen zugenommen, die einer anderen, etwa einer islamischen oder einer anderen christlichen Glaubensgemeinschaft angehören.

Jede zweite im Kanton Luzern wohnhafte Person bezeichnet sich selbst als religiös und jede dritte als spirituell. Gut die Hälfte der Luzernerinnen und Luzerner (56 Prozent) ist davon überzeugt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.

Frauen sind religiöser

Frauen sind tendenziell religiöser als Männer: 54 Prozent der Frauen bezeichnen sich als „eher“ oder „sehr“ religiös, bei den Männern liegt dieser Anteil bei 46 Prozent. Während Frauen also stärker an metaphysische Dinge glauben, ist bei den Männern der Glaube an materialistische Thesen stärker ausgeprägt: So ist beispielsweise die Ansicht, die Evolutionstheorie liefere die schlüssigste Erklärung für den Ursprung der Menschheit, bei den Männern mit 58 Prozent stärker verankert als bei den Frauen (49 Prozent).

Die Auswertungen von Lustat basieren auf der jährlichen Strukturerhebung des Bundesamts für Statistik und auf der thematischen Erhebung zu Sprache, Religion und Kultur (ESRK), welche im Jahr 2014 erstmals durchgeführt wurde.

Singen und Musik

Den kulturellen Anlass, den die Luzerner Bevölkerung am häufigsten besucht, ist ein Konzert. Auch eigene kulturelle Betätigungen drehen sich hauptsächlich um die Musik: 21 Prozent der Luzernerinnen und Luzerner singen, und beinahe ebenso viele (20 Prozent) spielen ein Instrument. Luzerner Musikkonsumentinnen und -konsumenten lieben vornehmlich leichte Musik: 75 Prozent geben an, in den letzten zwölf Monaten Schlager, Musical-, Film- oder Tanzmusik gehört zu haben.

Sport und Geselligkeit

In ihrer Freizeit zeigen sich die Luzernerinnen und Luzerner bewegungsfreudig: 85 Prozent treiben mindestens einmal pro Monat bis mehrmals pro Woche Sport. 75 Prozent treffen in gleicher Häufigkeit Freunde oder Bekannte und gehen mit diesen aus. Beim Besuch von öffentlichen Festen sind grosse traditionelle oder folkloristische Feste am beliebtesten. Während die Bevölkerung von ländlichen Regionen eher kleinere Feste bevorzugt, besuchen die Städterinnen und Städter häufiger grosse Anlässe.

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