LUZERN: Katholische Landeskirche leidet unter Defizit

Die Rechnung 2013 der katholischen Landeskirche fällt noch schlechter aus als budgetiert. Unpopuläre Massnahmen könnten die Folge sein.

Lukas Nussbaumer
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Synodalrat Markus Kronenberg vor der Eschenbacher Pfarrkirche. (Bild Eveline Beerkircher)

Synodalrat Markus Kronenberg vor der Eschenbacher Pfarrkirche. (Bild Eveline Beerkircher)

Die römisch-katholische Landeskirche wird ohne schmerzhafte Einschnitte keine ausgeglichenen Ergebnisse mehr erzielen können. Dies sagt der Finanzverantwortliche Markus Kronenberg. Er denkt nun über die Streichung von Beiträgen an andere Institutionen nach oder an die Überprüfung des jährlichen Luga-Auftritts. Auch eine Erhöhung des Beitragssatzes der Kirchgemeinden wird wieder zum Thema.

Steuereinnahmen sinken

Hauptgrund für die Finanzprobleme sind sinkende Beiträge der Kirchgemeinden, die wegen der verschiedenen Steuergesetzrevisionen weniger Steuereinnahmen verzeichnen. Noch vor fünf Jahren lieferten die Kirchgemeinden 8,36 Millionen Franken an die Landeskirche ab. Im letzten Jahr waren es nur 7,03 Millionen. Alle 85 Kirchgemeinden zusammen nehmen aktuell knapp 100 Millionen Franken an Steuern ein. 2008 waren es noch mehr als 116 Millionen. Die Rechnung der katholischen Landeskirche wird an der Synode vom 14. Mai behandelt.