LUZERN: Keine Verbindung zu SECO-Korruptionsaffäre

Die Stadt Luzern hat bei IT-Aufträgen an Firmen, die in Verbindung zur mutmasslichen Korruptionsaffäre im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) stehen, keine Unregelmässigkeiten entdeckt. Zu diesem Schluss kommt das städtische Finanzinspektorat in einer Untersuchung.

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Bei den IT-Aufträgen der Stadt Luzern konnten keine Unregelmässigkeiten festgestellt werden. (Symbolbild Neue LZ)

Bei den IT-Aufträgen der Stadt Luzern konnten keine Unregelmässigkeiten festgestellt werden. (Symbolbild Neue LZ)

Bei der Stadt Luzern gebe es keinen Verdacht auf unkorrekte Geschäftsbesorgung. Alle untersuchten Beschaffungen seinen korrekt abgewickelt worden, heisst es in einer Mitteilung der Stadt Luzern vom Dienstag.

Auslöser für die Spezialrevision waren Medienberichte über geschäftliche Beziehungen der öffentlichen Hand mit der Softwarefirma Fritz&Macziol aus Rotkreuz ZG und deren Tochterfirma IT&T im Zusammenhang mit der mutmasslichen Bestechungsaffäre rund um das SECO. Das Luzerner Finanzinspektorat nahm dabei mögliche IT-Aufträge an die beiden Firmen von Anfang 2006 bis Ende 2013 unter die Lupe.

Mit dem Unternehmen Fritz&Maciziol existierte keine Geschäftsbeziehung. Von der Tochter IT&T erwarb die Stadt 2006 eine Software für ein neues Finanzinformationssystem sowie einen späteren Release.

Das Finanzinspektorat prüfte rund 88 Prozent des Gesamtauftragsvolumens an IT&T im untersuchten Zeitraum. Die Rechnungen seien korrekt gewesen und es hätten entsprechende Unterlagen existiert, die jeweils den Rechnungsbetrag dokumentierten, heisst es in der Mitteilung.

Befragungen von verantwortlichen Personen in den verschiedenen Abteilungen der Stadt hätten zudem keine Auffälligkeiten oder Unregelmässigkeiten etwa in Bezug auf Bestechung, Gegenleistungen, Einladungen und Geschenke ergeben, heisst es in der Mitteilung der Stadt weiter.

(sda)