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LUZERN: Kempinski will «Château Gütsch»

Reto Wittwer, Chef der Kempinski-Hotelkette, würde das «Château Gütsch» gerne betreiben. Auch vom Bürgenstock- und vom Sawiris-Projekt schwärmt er.
Hans-Peter Hoeren
Die Luxushotell-Kette Kempinsky zeigt Interesse am «Château Gütsch». (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Luxushotell-Kette Kempinsky zeigt Interesse am «Château Gütsch». (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Einst hat er in einem Luzerner Fünfsternehotel Teller abgeräumt, heute ist Reto Wittwer CEO der Kempinski-Gruppe und damit Herr über 75 Luxushotels, die weltweit Massstäbe setzen. Gestern besuchte der gebürtige Zürcher das Welt-Tourismusforum in Luzern – und sprach mit unserer Zeitung am Rande der Veranstaltung auch über die Tourismusprojekte in der Zentralschweiz. In Luzern fällt dabei sofort das Stichwort «Château Gütsch». «Das wäre für uns ein sagenhaftes Hotel, wir sind sehr interessiert und haben bereits einige Gespräche geführt», sagt Wittwer. Momentan seien die Verhandlungen über eine mögliche Übernahme des Luzerner Wahrzeichens allerdings unterbrochen. Für Wittwer ist klar: Käme das Schlosshotel ins Portfolio von Kempinski, müsste man es markant vergrössern. «Für eine internationale Luxushotelkette wie die unsere bräuchte es statt 30 rund 120 Betten.»

«Ein bisschen weltoffener werden»

Interessiert verfolgt Wittwer auch das Tourismusprojekt von Samih Sawiris in Andermatt. «Die Schweizer und speziell die Innerschweizer müssen in Bezug auf das Resort in Andermatt ein bisschen weltoffener werden», findet Wittwer. «Viele sehen nur ein Megaprojekt, das für die Schweiz fast zu gross scheint. Aber statt ständig ein Haar in der Suppe zu suchen, sollte man hier den Hut ziehen vor einem, der in die Schweiz kommt, ein Vermögen ausgibt, massiv investiert und Arbeitsplätze schafft. Das ist der Traum von jedem Land.» Ob das Projekt in Andermatt ein Erfolg wird, werde sich zeigen. Aber: «Samih Sawiris und sein Bruder sind Multimilliardäre geworden, weil sie eine gute Nase haben.»

Auch auf dem Bürgenstock sei man auf einem guten Weg, findet Tourismusfachmann Wittwer. «Ich glaube, er hat jetzt mit dem Staatsfonds von Katar den richtigen Besitzer und mit dem Planer Bruno Schöpfer den richtigen Drive. Ihnen ist bewusst, dass die Hotelanlagen nicht allein von Wochenendbesuchern und dem schönen Postkartensetting leben können. Es geht darum, den Betrieb möglichst saisonunabhängig zu gestalten.»

Das Interview mit Reto Wittwer lesen Sie hier und im E-Paper.

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