LUZERN: Kerzenlicht für verfolgte Christen: In Luzern und anderswo

In zwölf Schweizer Städten wurden am Donnerstag Abend Kerzen angezündet, um daran zu erinnern, dass an vielen Orten auf Welt Christen verfolgt werden. Auch in Luzern beteiligten sich Menschen an der Mahnwache.

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Die Mahnwache am Donnerstagabend vor dem Torbogen. (Bild: PD (Luzern, 15. Dezember 2016))

Die Mahnwache am Donnerstagabend vor dem Torbogen. (Bild: PD (Luzern, 15. Dezember 2016))

Mehrere Dutzend Menschen haben sich am Donnerstag nach dem Eindunkeln um 17.30 Uhr vor dem Torbogen beim Bahnhof in Luzern getroffen und Kerzen angezündet. Sie bildeten eine Mahnwache, um an die Verfolgung von Christen zu erinnern, die an vielen Orten auf dem Globus stattfinde.

Die Organisatoren weisen auf Verfolgungen hin, die christliche Kopten in Ägypten treffen,die sich gegen Christen in Indien richtet oder die in Nigeria in Massakern durch Extremisten der Boko Haran gipfeln. Hinter der Aktion steht die überkonfessionelle Menschenrechtsorganisation CSI (Christian Solidarity International). Sie organisiert die Mahnwache im fünften Jahr.

Mitorganisiert wurde die Gedenkfeier vom Luzerner SVP-Kantonsrat Pirmin Müller. Gerade in der Adventszeit sei es angebracht, der verfolgten Christen zu gedenken und auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen, so Müller: «Weltweit werden über 100 Millionen Menschen verfolgt und jährlich bis zu 150000 Menschen getötet, weil sie sich zum Christentum bekennen. Mit ihnen wollen wir uns solidarisch zeigen.»

Glaube ein «revolutionärer Akt»

«Während das Christentum oftmals belächelt oder als überholt bezeichnet wird, bleibt der Glaube in anderen Teilen dieser Welt ein revolutionärer Akt», sagte Pirmin Müller bei der Mahnwache: «In der Schweiz können wir uns offen als Christen zeigen, mit anderen darüber reden und ohne Angst die Kirche besuchen. Aber an anderen Orten werden Menschen aufgrund ihres Glaubens benachteiligt, bedrängt und gar ermordet.» Neben Vertretern der katholischen und der reformierten Kirche waren an der Mahnwache deshalb auch die schiitische Gemeinschaft Luzern und das Forum fortschrittlicher Islam vertreten. «Sie drückten damit ihrerseits ihre Solidarität mit verfolgten Christen in aller Welt aus», so Müller.

Luzern ist dabei nicht der einzige Ort inder Schweiz, an dem sich die Menschen Mahnwache stehen. Gleichzeitig wurden auch in Basel, Bern Chur, Frauenfeld, Giubiasca, La Neuveville, Lausanne, Romanshorn, St.Gallen, Thun und in Zürich Kerzen angezündet.

pd/cv/hb