LUZERN: Kindergärtler-Eltern verärgert über Stadt

Eine Kindergarten-Einteilung sorgt für Zündstoff. Eltern werfen der Stadt vor, ihr Abstimmungsversprechen nicht einzuhalten.

Hugo Bischof
Merken
Drucken
Teilen
Statt in unmittelbarer Nähe an der Anna-Neumann-Gasse 5 (roter Kreis links) müssen viele Kindergärtler der Tribschenstadt in den rund einen Kilometer entfernten Kindergarten im Schulhaus Wartegg (roter Kreis rechts). (Bild: map.search.ch)

Statt in unmittelbarer Nähe an der Anna-Neumann-Gasse 5 (roter Kreis links) müssen viele Kindergärtler der Tribschenstadt in den rund einen Kilometer entfernten Kindergarten im Schulhaus Wartegg (roter Kreis rechts). (Bild: map.search.ch)

Der Schock für die Eltern von 24 Mädchen und Buben im Vorschulalter in der Luzerner Tribschenstadt war gross. Ende Mai wurden sie von der Stadt über die Kindergarten-Einteilung ihrer Kinder informiert. Dabei erfuhren sie, dass die Kinder nicht wie erwartet den Tribschenstadt-Kindergarten in unmittelbarer Nähe an der Anna-Neumann-Gasse 5 besuchen dürfen, sondern in einen Kindergarten auf dem gut einen Kilometer entfernten Wartegg-Schulareal eingeteilt sind.

«Trotz intensiver Bemühungen ist es uns nicht gelungen, geeignete Lokalitäten für die Errichtung eines weiteren, quartiernahen Kindergartens für die Tribschenstadt auf das neue Schuljahr zu finden», schrieb die Stadt in einem Info-Brief an die Eltern.

Mittlerweile hat sich eine IG Kindergarten Tribschenstadt gegründet. Man sei daran, Unterschriften zu sammeln für eine Petition an den Stadtrat, sagt deren Sprecherin Barbara Sommer. Bereits habe man mehr als 100 Unterschriften zusammen. Die IG spart nicht mit Kritik an der Stadt. «Damals, bei der Abstimmung über den Bau der Tribschenstadt, wurde der Bevölkerung versprochen, dass es genügend Kindergarten-Plätze geben werde», sagt Sommer. «Das ist schwarz auf weiss in der Abstimmungsbroschüre nachzulesen. Und jetzt, wo ist dieses Versprechen geblieben?»

IG schlägt Container vor

Die IG Kindergarten Tribschenstadt hat eine klare Vorstellung, wie es weitergehen soll. «Die Stadt muss unverzüglich für zusätzlichen Kindergarten-Schulraum in der Tribschenstadt sorgen», sagt Barbara Sommer. Eine Möglichkeit sei die Errichtung eines Containers. Wo dieser zu stehen käme, sei noch offen.