LUZERN: Kitas: Regierung kritisiert Praktika

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Eltern müssen mehr für die Kita zahlen. Im Symbolbild: Spielzeug in einer Kita. (Archivbild Maria Schmid)

Eltern müssen mehr für die Kita zahlen. Im Symbolbild: Spielzeug in einer Kita. (Archivbild Maria Schmid)

Kinderkrippen SP-Kantonsrat Urban Sager (Luzern) hat bei der Luzerner Regierung eine Anfrage zum Thema «berufliche Einstiegshürden für Fachleute Betreuung» eingereicht. Er stellt vor allem die von vielen Kindertagesstätten geforderten Praktika vor Lehrbeginn in Frage. Mehrere Praktika seien keine Ausnahme. Zudem bestehe danach keine Garantie für einen Lehrvertrag.

Der Regierungsrat findet in seiner Antwort deutliche Worte: «Praktika in Kinderkrippen vor der Lehre sind unerwünscht», schreibt er. Er sehe keine Vorteile bei Praktika vor Lehrbeginn gegenüber Lehrstellen. «Ziel muss der direkte Einstieg von Lernenden in die berufliche Grundbildung sein», heisst es weiter. Sager fragt die Regierung auch, was sie von einer Beschränkung der Praktikumsdauer auf ein halbes Jahr hält. Diese erachtet eine Beschränkung als kritisch. So müssten Jugendliche die Zeit zwischen Praktikum und Berufslehre überbrücken. Ausserdem würden längere Praktika Jugendlichen, die seit kurzem in der Schweiz leben, als Starthilfe ins berufliche Leben dienen. (red)