LUZERN: KKL-Dach stellt erneutes Sicherheitsrisiko dar

Probeöffnungen am Dach über den Sälen des KKL haben gezeigt, dass diese Dachteile derart mangelhaft sind, dass sie aus Sicherheitsgründen rasch korrigiert werden müssen. Im Frühjahr 2014 folgt deshalb eine 5. Etappe der Dachkorrektur. Bis Ende 2014 soll das gesamte KKL-Dach nachhaltig korrigiert sein.

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Haben erneut Mängel im KKL-Dach festgestellt: KKL-Präsident Pius Zängerle (links) und Daniel Kramer, CEO der Emch + Berger Gesamtplanung Hochbau in Bern. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)

Haben erneut Mängel im KKL-Dach festgestellt: KKL-Präsident Pius Zängerle (links) und Daniel Kramer, CEO der Emch + Berger Gesamtplanung Hochbau in Bern. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)

Kaum sind die Korrekturarbeiten am Dach des KKL Luzern abgeschlossen, tut sich eine neue Baustelle auf. Nachdem die Sanierung des überhängenden Daches seit wenigen Tagen abgeschlossen ist, haben diverse probebohrungen am Warmdach – dem Dach über den KKL-Sälen – neue Sicherheitsrisiken offenbart. Und zwar ist auch das Warmdach derart beschädigt, dass diese Schäden einen unmittelbaren Einfluss auf die Stabilität des Daches haben.

«Unsere Tests zeigten, dass die Dachkonstruktion bei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h dauerhaft Schaden nimmt», erklärt Daniel Kramer, CEO der Emch+Berger Gesamtplanung Hochbau in Bern. Darum wird bereits im Frühjahr 2014 eine weitere, letzte Etappe der Dachkorrektur fällig. Bislang wurde angenommen, dass die Korrektur dieser Dachfläche nicht dringlich ist und erst in ein paar Jahren zu erfolgen hat, wie der KKL-Präsident Pius Zängerle in einer Mitteilung zitiert wird. Die vertiefte Analyse des Warmdachs hat nun aber ein anderes Bild gezeigt. Bis Ende 2014 soll das gesamte KKL Dach nachhaltig korrigiert sein, wie das KKL mitteilt.

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Gerichtliches Schiedsverfahren

Das KKL geht davon aus, dass die Korrekturen am Dach Garantiearbeiten sind. Allerdings sind die Vergleichsverhandlungen mit der Totalunternehmerin (Siemens und Pöyry) gescheitert. Es laufe nun ein gerichtliches Schiedsverfahren, das völlig offen sei, erklärte Zängerle in der Mitteilung.

Bislang schätzte das KKL, dass die Sanierung des gesamten Daches (Vor- und Warmdach) 18 Millionen Franken kosten. Nach Abschluss der Vordachsanierung geht es aber davon aus, dass sich die Gesamtkosten nur auf 14 bis 15 Millionen Franken belaufen werden.

Bisher finanzierte das KKL die Arbeiten aus der eigenen Liquidität. Mittelfristig gehe diese Rechnung aber nicht mehr auf, schreibt das KKL. Die Regierungen von Stadt und Kanton Luzern hätten für diesen Fall ein Darlehen von 13,5 Millionen Franken in Aussicht gestellt.

EWL prüft definitive Photovoltaikanlage auf dem KKL-Dach

Seit dem Frühjahr 2012 testete EWL energie wasser luzern auf dem Dach des KKL Luzern die Produktion von Solarstrom auf dem KKL-Dach. Dazu wurden auf einer Fläche von 44 Quadratmetern Solarfolien aus amorphem Silizium auf die Dachhaut geklebt. Nach dem Ende der einjährigen Testphase ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Die Fotovoltaik-Anlage funktionierte einwandfrei und lieferte den erwarteten Stromertrag. Zurzeit laufen Abklärungen zur Installation einer definitiven Photovoltaikanlage auf dem KKL-Dach. Bis Frühjahr 2014 will EWL über das weitere Vorgehen zur Fotovoltaik auf dem KKL Dach entscheiden.

pd/nop