LUZERN: Klares Ja zur Erhaltung der Zentralbibliothek

Die Stimmberechtigten der Stadt Luzern haben die Initiative zur Rettung der Zentral- und Hochschulbibliothek mit 76 Prozent der Stimmen gutgeheissen. Mit diesem Entscheid sind der Abriss und ein Neubau definitiv vom Tisch.

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Jubel bei den Befürwortern der Volksinitiative zur Rettung der ZHB (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Jubel bei den Befürwortern der Volksinitiative zur Rettung der ZHB (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Nach langer Kontroverse stimmten die Stadtluzerner am Sonntag über die Zukunft der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) ab. Sie entschieden mit 75,66 Prozent Ja-Stimmen deutlich, die ZHB  vor einem Abbruch zu schützen. Insgesamt gaben 24'681 Stimmbereichtigte ihre Meinung zur Zukunft der ZHB ab; 18'362 legten ein Ja in die Urne, 5907 ein Nein. Die Vorlage ist in allen Stimmkreisen angenommen worden, am deutlichsten im Hirschmatt-Quartier mit einem Ja-Anteil von 84,8 Prozent.

Der Stadtrat freut sich, dass die Volksinitiative zur Rettung der ZHB deutlich angenommen wurde. «Die Stadtluzerner Stimmbevölkerung hat sich mit dem Ja klar dazu bekannt, dass die ZHB Luzern langfristig erhalten bleibt. Mit diesem Entscheid sind der Abriss und ein Neubau definitiv vom Tisch», teilt die Stadtregierung in ihrem Communiqué vom Sonntag mit.

Die ZHB Luzern sei für den Stadtrat Teil eines aussergewöhnlichen, für die Stadt Luzern einmaligen, städtebaulichen Ensembles von hohem denkmalpflegerischem und architektonischem Wert. Er unterstützt deshalb die Unterschutzstellung der ZHB Luzern und befürwortet deren rasche Sanierung durch den Kanton Luzern.

Nach dem Ja zur Initiative wird die Bau- und Zonenordnung der Stadt Luzern angepasst. Die ZHB Luzern und das Vögeligärtli werden in die Ortsbildschutzzone A umgezont. In der Ortsbildschutzzone A sind Änderungen in der Bausubstanz nur möglich, wenn die Erneuerung aus statischen Gründen unausweichlich ist und wenn es sich um Bauten oder Bauteile handelt, die für die historische Struktur des Quartiers oder des Gebäudes nicht von Bedeutung sind. Der Stadtrat will das dazu nötige Verfahren sobald als möglich einleiten.

Das ZHB-Gebäude beim Vögeligärtli wurde vom Luzerner Architekten Otto Dreyer entworfen und 1951 gebaut.

pd/kst