LUZERN: Kopien hängen auf Kapellbrücke

Bildkopien ja oder nein – zu dieser Frage kann man sich jetzt ein Bild vor Ort machen. Die Stadt wehrte sich lang dagegen.

Hugo Bischof
Drucken
Teilen
Am Donnerstag wurden auf der Kapellbrücke Luzern erstmals testweise acht Kopien der beim Brand 1993 zerstörten Originalbilder aufgehängt. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Am Donnerstag wurden auf der Kapellbrücke Luzern erstmals testweise acht Kopien der beim Brand 1993 zerstörten Originalbilder aufgehängt. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Erstmals sind auf der Kapellbrücke Luzern Kopien der beim Brand 1993 zerstörten Originalbilder zu sehen. Acht Bildkopien wurden am Donnerstag im nördlichen Bereich der Brücke aufgehängt. Initiant dieser Aktion ist der Anwalt und Kunstmäzen Jost Schumacher. Er liess Kopien sämtlicher Kapellbrückenbilder erstellen. Mit dabei beim Aufhängen der Bildkopien waren auch die Jungfreisinnigen der Stadt Luzern. Sie fordern mit einer Volksinitiative, dass künftig nicht mehr der Stadtrat, sondern das Stadtparlament über die Bilder-Hängeordnung auf der Kapellbrücke entscheiden darf. Das Volk stimmt am 30. November darüber ab.

Der Stadtrat hatte sich bisher gegen das Aufhängen von Bildkopien auf der Kapellbrücke gewehrt. Es sei ein zu grosser Eingriff in das Denkmal Kapellbrücke, lautete die Begründung in Absprache mit der Denkmalpflege. Ausnahmsweise wurde nun eine befristete Bewilligung erteilt. Die Bildkopien dürfen bis 31. Oktober auf der Brücke hängen. Gleichzeitig sind in einer Ausstellung in der Galerie Tuttiart am St. Karliquai 7 in Luzern vier Originalbilder und vier Bildkopien im direkten Vergleich zu sehen.