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LUZERN: Kreiselausbau in Sursee genehmigt

In Sursee soll der Strassenverkehr wieder flüssiger rollen. Der Kantonsrat hat am Montag 4,5 Millionen Franken genehmigt, um den Kreisel Chotten auszubauen. Davon profitieren sollen auch die Busse.
Der Chottenkreisel in Sursee kann ausgebaut werden. (Bild: Google Maps)

Der Chottenkreisel in Sursee kann ausgebaut werden. (Bild: Google Maps)

Der Kreisel befindet sich in der Nähe des Bahnhofs und hat für die Spitzenzeiten keine ausreichende Kapazität mehr. Auf der Ring- und Bernstrasse kommt es immer wieder zu Rückstaus.

Grund dafür ist, dass Sursee in den letzten Jahren stark gewachsen und zum zweiten Zentrum im Kanton geworden ist. Die Luzerner Landschaft habe sich entwickelt, erklärte Baudirektor Robert Küng.

Unter der Situation leidet auch der Busverkehr. Die Anschlüsse am Bahnhof Sursee seien nicht zuverlässig zu erreichen, erklärte der Regierungsrat. Sursee brauche als Regionalzentrum aber eine gute ÖV-Anbindung.

Damit der Strassenverkehr wieder flüssiger wird, wird der Kreisel vergrössert und zweistreifig werden. Er erhält drei Bypässe. Die Ringstrasse wird auf vier Spuren ausgebaut. Weiter vorgesehen ist der Einbau von Schallschutzfenstern.

Pius Müller (SVP, Ruswil) unterstützte das Vorhaben. Der kürzeste Weg in Sursse zum Autobahnanschluss führe über den Chotten-Kreisel. Für Erich Leuenberger (FDP, Nebikon) ist das Vorhaben notwendig, zweckmässig und verhältnismässig.

SP und Grüne stellten aber Rückweisungsanträge. Sie stellten zwar die Notwendigkeit einer Verbesserung der Verkehrssituation nicht in Frage. Trudi Lötscher (SP, Gelfingen) sagte aber, das Projekt sei überdimensioniert und gehe planerisch in die falsche Richtung.

Michael Töngi (Grüne, Kriens) sagte, der Kreisel sei kein ÖV-Projekt, auch wenn der Bus davon profitiere. So fehle eine Bus-Bevorzugung. Die Rückweisung wurde mit 86 zu 21 Stimmen abgelehnt.

Samuel Odermatt (GLP, Sursee) bemängelte das Projekt ebenfalls. Seine Fraktion stimme aber "zähneknirschend" zu.

Heidi Frey (CVP, Sempach) kritisierte zwar nicht das Projekt, aber die Kosten. Sie anerkannte zwar, dass es beim Ausbau um mehr als nur um einen Kreisel gehe. Die CVP wolle aber keinen versilberten Kreisel, sondern ein solides Bauwerk.

Frey beantragte, den Kredit um 210'000 Franken zu kürzen. Ihrer Meinung nach ist die Position "Unvorhergesehenes" zu grosszügig budgetiert. Diese Kürzung sei angesichts des Spardruckes legitim. Damit könne erreicht werden, dass kostenbewusster gebaut werde.

FDP-Sprecher Leuenberger kritisierte diesen Antrag als "unseriös". Marcel Omlin (SVP, Rothenburg) sagte, der Antrag der CVP sei nur Kosmetik. Wer seriös sparen wolle, müsse beim Ausbaustandard sparen.

Der Sparantrag der CVP wurde mit 68 zu 38 Stimmen abgelehnt. In der Schlussabstimmung passierte das Dekret mit 82 zu 22 Stimmen. Es unterliegt dem fakultativen Referendum. (sda)

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