LUZERN: Krienser Rechnung fast 2 Millionen Franken besser

Die Gemeinde Kriens schliesst ihre Jahresrechnung deutlich besser ab als erwartet. Die Verbesserung ist auf Mehreinnahmen bei den Sondersteuern und Minderausgaben zurückzuführen.

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Paul Winiker, Gemeindepräsident von Kriens, bei der Sonnenbergbahn. (Archivbild Neue LZ)

Paul Winiker, Gemeindepräsident von Kriens, bei der Sonnenbergbahn. (Archivbild Neue LZ)

Statt wie budgetiert mit einem Minus von 2,2 Millionen Franken weist die Jahresrechnung bei einem Gesamtaufwand von 183 Millionen Franken noch einen Verlust von 132’000 Franken aus. Die «rote Null» im Jahresabschluss bringe der Gemeinde Kriens zwar etwas Entspannung und zeige, dass der eingeschlagene Weg der kommunalen Finanzpolitik ans Ziel führt. Allerdings zeigt die Analyse der Zahlen auch, dass der Weg zurück zu stabilen, gesunden Gemeindefinanzen noch nicht abgeschlossen sei, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde Kriens.

Sogar mit einem Gewinn von rund 2 Millionen Franken hätte die Jahresrechnung 2014 abgeschlossen, wenn nicht der Systemwechsel bei der Verbuchung des Ergebnisses der Heimen Kriens erstmals wirksam geworden wäre. Aber die Gemeinde müsse auch für unvorhergesehende Aufgaben gerüstet sein, schreibt die Gemeinde weiter. So schlage die Behebung der Unwetterfolgen vom Juli 2014 mit 2,07 Millionen Franken zu Buche.

Steuereinnahmen wachsen

3,2 Millionen Franken betragen die Verbesserungen gegenüber dem Budget insgesamt. Die grösste positive Abweichung verzeichneten die Sondersteuern, die um 2,5 Millionen Franken besser abschloss als budgetiert. Rund 1,22 Millionen Franken stammten allerdings aus einem einmaligen Mehrertrag aufgrund einer Praxisänderung bei den Grundstückgewinnsteuern.

Den Verbesserungen standen aber auch negative Abweichungen von 1,1 Millionen Franken gegenüber. Hier fallen insbesondere die Bereiche Gesundheit (0.7 Mio. Franken) sowie soziale Wohlfahrt (0.36 Mio. Franken) auf. Bei den Pflegefinanzierungskosten fielen die Kosten rund 532'000 Franken höher aus. Die Steuererträge stiegen um 2,8 Prozent, jene von Unternehmen sogar um 3,5 Prozent. Wenn der Mehrertrag von 1,53 Millionen Franken trotzdem als negative Abweichung aufgeführt wird, dann liegt das daran, dass die Steuereinnahmen weniger schnell als erwartet stiegen.

Keine Trendwende

Auch wenn der Jahresabschluss deutlich besser ausfiel als erwartet, sieht der Gemeinderat darin noch keine Trendwende. Der Einwohnerrat berät die Rechnung an seiner Sitzung vom 28. Mai.

pd/rem