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Luzern: Kudi Müller gibt sein legendäres Sportgeschäft auf

Der frühere Fussballer und heutige FCL-Botschafter Kudi Müller und seine Frau Madeleine haben sich entschieden: Per Ende Januar 2019 schliessen sie nach über 45-jährigem Bestehen ihr Sportgeschäft in Luzern.
Daniel Wyrsch
Kudi und Madeleine Müller in ihrem Sportgeschäft in Luzern. (Bild Manuela Jans-Koch, 26. Oktober 2018)

Kudi und Madeleine Müller in ihrem Sportgeschäft in Luzern. (Bild Manuela Jans-Koch, 26. Oktober 2018)

Den über die Luzerner Stadtgrenzen hinaus bekannten «Kudi Müller Sport» wird es nach dem 31. Januar 2019 nicht mehr geben. Kudi Müller (70) und seine Ehefrau Madeleine (65) schliessen das Sportgeschäft an der Winkelriedstrasse in Luzern. Das Ende steht in einer Reihe mit dem Aus der ebenso traditionellen Sportspezialisten Bannwart, Kempf, Eiselin und Aschi in der Stadt Luzern.

Die Erfolgsgeschichte begann vor 45 Jahren. Genau genommen am 23. Oktober. Zufall oder nicht: Es ist der Geburtstag von Pelé. «Dieses Datum hat für uns eine besondere Bedeutung», sagt Kudi Müller.

Vom kompletten Sportanbieter zum Fussball-Spezialisten

1973 eröffneten sie ihren Laden an der Bruchstrasse. Zu dieser Zeit spielte Kudi bei Hertha BSC in der damals geteilten Stadt Berlin. 1978 zogen sie in die Räumlichkeiten an der Winkelriedstrasse 14. Madeleine war schon zu dieser Zeit an seiner Seite. Ein Bruder von Kudi führte das Geschäft in Luzern. Zuerst als kompletter Sportanbieter mit Ski, Tennis, Fussball und vielem mehr. 1993 erfolgte dann der Wechsel zum Spezialgeschäft mit ausschliesslich Fussball- und Fanartikeln im Angebot. «Wir hatten spannende Begegnungen, schöne Erlebnisse, eine treue Kundschaft und immer wieder spezielle Kundenwünsche, die wir zu erfüllen versuchten», erzählen die beiden. Besonders Kinder seien immer wieder «wunderbare Kunden» gewesen.

Zur Geschäftsaufgabe der Müllers führen verschiedene Gründe. Zentral dafür ist die Pensionierung von Madeleine. Sie hat das Geschäft in den letzten Jahren geführt und sich mit Leidenschaft und viel Geschick um den Ein- und Verkauf gekümmert. Natürlich sind auch die Veränderungen im Detailhandel zu spüren. Durch Onlineshopping, Discounter oder Einkauf im Ausland hat sich auch das Kaufverhalten der Kundschaft verändert. Trotz der anspruchsvollen Marktsituation konnte sich «Kudi Müller Sport» weiterhin behaupten. «Vor allem die persönliche Beratung und Kompetenz wurden von vielen treuen Kunden stets geschätzt», sagt Madeleine Müller. Das Umfeld in Luzern sei anspruchsvoll. Mit den grossen Sportläden mitzuhalten sei unmöglich. Unter anderem auch, sich als kleines Unternehmen bei den Lieferanten zu positionieren. Nichts desto trotz seien die letzten Jahre interessant und sehr abwechslungsreich gewesen.

Die vier Kinder sind eigene berufliche Wege gegangen. Deswegen konnte die Nachfolge auch nicht familienintern geregelt werden. Doch Kudi Müller lässt keine Wehmut aufkommen: «Viereinhalb Jahrzehnte sind eine lange Periode. Es war eine schöne und intensive Zeit, mit Hochs und Tiefs. Madeleine hat die Geschäftsführung mit viel Leidenschaft und Herzblut betrieben. Doch nun können wir damit abschliessen.»

Kudi Müller bleibt FCL-Botschafter, Ehefrau Madeleine geniesst Pension

Der 38-fache Schweizer Ex-Internationale bleibt bei seinem Herzensverein FC Luzern in einem 60-Prozent-Pensum weiterhin Botschafter, macht als stets motivierter und umtriebiger 70-Jähriger Stadionführungen, erklärt den Spielbesuchern im VIP-Bereich auf humorvolle Art und Weise die Taktik, fährt die Profis zu Autogrammstunden und repräsentiert den FCL, wo immer er kann.

Madeleine Müller kann bald die Pension geniessen, hat mehr Zeit für die Enkelkinder - und auch zum Wandern mit Freunden und Ehemann Kudi. Doch bevor es soweit ist, steht der Ausverkauf mit attraktiven Preisen unter anderem für Weihnachtsgeschenke vor der Tür. Madeleine und Kudi Müller freuen sich, die Kunden nochmals in Luzern begrüssen und verabschieden zu dürfen.

Kudi und Madeleine Müller vor ihrem Sportgeschäft in Luzern. (Bild Manuela Jans-Koch, 26. Oktober 2018)

Kudi und Madeleine Müller vor ihrem Sportgeschäft in Luzern. (Bild Manuela Jans-Koch, 26. Oktober 2018)

Kudi Müller (links) bei der Eröffnung seines Luzerner Sportgeschäfts im Jahr 1973 mit seinem Fussball-Kumpel Bigi Meier (rechts). (Bild: PD)

Kudi Müller (links) bei der Eröffnung seines Luzerner Sportgeschäfts im Jahr 1973 mit seinem Fussball-Kumpel Bigi Meier (rechts). (Bild: PD)

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