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LUZERN: Kühe und Lamas erobern die Stadt

Manche Kinder kennen Kühe heute nur noch aus den Ferien. Luzerner Bauern geben den Städtern deshalb heute Nachhilfe in Sachen Landwirtschaft.
Heu und Kühe auf dem Kornmarkt ziehen Kinder an. Der Kornmarkt ist einer von fünf Standorten von «Luzern muht». (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Heu und Kühe auf dem Kornmarkt ziehen Kinder an. Der Kornmarkt ist einer von fünf Standorten von «Luzern muht». (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Christian Hodel

christian.hodel@zentralschweizamsonntag.ch

In der Stadt Luzern muht es: Frisch gestriegelt und rausgeputzt stehen Mara, Sabrea, Melina und Ivanka auf dem Kornmarkt. Kinder stecken Heuhalme durch die Gitterstäbe. «So schöne Kühe habe ich noch nie gesehen», sagt Livio (8). Er sei in der Stadt zu Hause und fahre nur in den Ferien mit seinen Eltern aufs Land oder die Alp.

Bild: Nadia Schärli (Neue LZ)
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«Luzern muht»



Die Vielfalt der Landwirtschaft sollen auch Städter kennen lernen. Heute fanden zu diesem Thema zeitgleich zwei Anlässe statt: «Beef.ch» – organisiert vom Verein Mutterkuh Schweiz – und die vom Ehemaligenverein der Landwirtschafts- und Bäuerinnenschulen des Kantons Luzern initiierte Veranstaltung «Luzern muht!»


Bauern werden erfinderisch

An fünf Standorten – auf dem Kapellplatz, dem Kornmarkt und dem Schwanenplatz sowie auf dem Bahnhof- und Hirschenplatz – wurden verschiedene Rinderrassen präsentiert. Kinder konnten ferngesteuerte Traktoren fahren, das Kuhmelken lernen oder Rodeo reiten. Bauern aus der Region beantworteten den Besuchern Fragen und stellten ihre Betriebe vor. Einer von ihnen ist Stefan Oehen vom Wendelhof in Lieli. Seit über zehn Jahren setzt er auf Lamas, über 100 Tiere weiden auf seinen Wiesen. Ein Nischenmarkt versucht er damit zu besetzen – neben dem Züchten der Tiere organisiert er Lamatrekkings. Zudem verkauft die Familie das Fleisch der Tiere und lässt Lederwaren wie Portemonnaies herstellen. «Man muss das machen, was einem Freude macht», sagt Oehen. Vorher habe er auf Milchwirtschaft gesetzt. «Doch das wurde immer schwieriger. Darum bin ich umgestiegen.» Mit Erfolg. Zumindest die zahlreichen Besucher an seinem Stand vermitteln diesen Eindruck. Beliebt waren aber nicht nur Lamas und echte Kühe, auch das Rodeo-Reiten am Bahnhofplatz fand Anklang. «Ich mache das zum ersten Mal», sagt etwa Nicola (11) aus Bern, der in Luzern seinen Grossvater besucht. 45 Sekunden hielt der dem Ruckeln stand, bis es ihn aus dem Sattel schüttelte.

Wider den Stadt-Land-Graben

Direkt hinter dem Rodeo-Pferd steht ein riesen grosser rollender Barbecue-Smoker, in unmittelbarer Nähe von Rindern, der Rasse «Salers». Etwas komisch sei es schon, wenn an der einen Ecke lebende Tiere stehen und auf der anderen Seite schmort Rindfleisch auf dem Grill, sagt ein Besucher aus der Stadt Luzern. «Aber letztlich muss man sich ja nichts vormachen. Die Tiere werden zum Essen gezüchtet, und damit hat es sich.»
Tausende Besucher sind den ganzen Tag über an den Ständen vorbei gelaufen, haben sich umgeschaut, Fragen gestellt und sich verköstigt. So auch der Luzerner Regierungspräsident Marcel Schwerzmann, der in einem Zelt am Schwanenplatz die Begrüssungsrede hielt. «Wenn Kühe in die Stadt kommen, ist das ein Zeichen für den Zusammenhalt zwischen Stadt und Land», sagte er. Ein solcher Anlass sei auch wichtig, um das gegenseitige Verständnis zwischen Stadt und Land zu fördern.

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