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LUZERN: Kursierende Whatsapp-Mitteilungen: Gerüchte über versuchte Kindesentführung

Männer, die Mädchen ins Auto locken – versuchte Kindsentführungen: Gerade kursieren in Sozialen Medien Meldungen, die der Luzerner Polizei Sorgen bereiten.
Meldungen über Männer, die Kinder ansprechen, machen im Kanton Luzern die Runde. (Bild: Getty)

Meldungen über Männer, die Kinder ansprechen, machen im Kanton Luzern die Runde. (Bild: Getty)

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

Auf sozialen Medien machen sie derzeit die Runde: Meldungen über unbekannte Männer, die im Kanton Luzern Kinder angesprochen haben sollen. Laut einer WhatsApp-Nachricht, die eine Mutter unserer Zeitung zugestellt hat, hielt vor wenigen Tagen ein Auto beim Schulhaus in einer Luzerner Landgemeinde an. Der Fahrer soll versucht haben, einen Buben ins Auto zu locken. Der Schüler habe sich losreissen können und sei mit dem Kickboard davon gefahren. Polizei und Schulleitung seien informiert.

Simon Kopp, Medienbeauftragter der Luzerner Polizei, bestätigt die Meldung:. «Uns wurde gemeldet, dass ein Knabe von einem unbekannten Autofahrer angesprochen wurde. Der Fahrer hat scheinbar die Türe geöffnet, der Knabe ist aber davongefahren. Wir gehen davon aus, dass es ein Missverständnis war.»

Eine andere WhatsApp-Mitteilung erreichte unsere Redaktion aus einer Gemeinde im nördlichen Kantonsteil. Jemand schreibt, ein älterer Herr habe ein Mädchen auf dem Schulweg angesprochen und nach Namen, Vornamen und Adresse des Kindes gefragt. Der Schulleitung wurde dieser Vorfall gemeldet. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Nachbarn des Kindes handelte, der sich wunderte, warum dieses nach 12 Uhr noch unterwegs war. Nach dieser Begegnung machte eine WhatsApp-Nachricht die Runde, welche die Situation aufklärte. Der Wortlaut: «Der Mann fragte das Mädchen nach seinen Eltern. Weil diese Familie neu im Quartier wohnt, kannte er das Kind nicht.»

Neun Meldungen zu «verdächtigem Ansprechen»

Auch im Emmen Center soll ein Kind angesprochen worden sein. Der Polizei ist auch diese Begegnung gemeldet worden. Simon Kopp sagt dazu: «Seit Februar hatten wir aus dem ganzen Kanton Luzern neun Meldungen bezüglich verdächtigem Ansprechen von Kindern. Dabei ging es meist darum, dass Kinder von Männern – in zwei Fällen aus Autos – angesprochen wurden. Die Kinder konnten jeweils nicht mehr genau wiedergeben, was die Männer wirklich sagten. In einem Fall hat ein Mann auf einem Spielplatz Kinder gefilmt. Ein anderes Beispiel war, als ein Mann ein Kind ansprach und ihm sagte, dass es hübsch sei.»

Für die Polizei sind solche Meldungen wichtig, sagt Kopp. «Wir nehmen diese Hinweise sehr ernst und klären die Umstände sorgfältig ab.» In Fällen, welche die Spezialisten der Polizei als heikel beurteilen, könne es sein, dass vorübergehend die Polizeipräsenz im Gebiet erhöht werde. Dabei könne es auch sein, dass die Polizei die Schulen im Gebiet informiere und auf die Situation hinweise.

Kopp betont, es sei wichtig, dass man sorgfältig mit solchen Vorfällen umgeht. «Regelmässig stellen wir fest, dass der Vorfall über WhatsApp oder Facebook weitererzählt wird und Dimensionen annimmt, welche mit dem eigentlichen Vorfall gar nichts mehr zu tun haben.» Dies führe dazu, dass regelmässig Eltern unnötig in Angst und Panik versetzt würden und sich kaum noch trauten, ihre Kinder auf den Schulweg zu schicken. «Wir wünschten uns daher einen sorgfältigeren Umgang mit den Sozialen Medien.»

Simon Kopp betont, dass die Luzerner Polizei keine Zusammenhänge zwischen den hier beschriebenen Fällen sieht. Wenn es sich jedoch wirklich um Vorfälle handle und akute Gefahr bestehe, reagiere die Polizei und spreche Warnungen an die Bevölkerung aus. Auch würden die Schulleitungen informiert. Dazu würde die Polizei ihre App «ipolice» verwenden.

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