LUZERN: Ladenschluss: Luzern soll sich Bund beugen

Einkaufen bis 20 Uhr: Die neue, schweizweite Regelung für längere Ladenöffnungszeiten freut die Luzerner Touristiker. Derweil geben sich die Detaillisten kämpferisch.

Alexander von Däniken
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Künftig soll man in der ganzen Schweiz werktags bis 20 Uhr und samstags bis 19 Uhr einkaufen können. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Künftig soll man in der ganzen Schweiz werktags bis 20 Uhr und samstags bis 19 Uhr einkaufen können. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Im Kampf um die Ladenöffnungszeiten im Kanton Luzern haben sie sich schon manche Duelle geliefert: Der Detaillistenverband als Verfechter der bisherigen Ladenöffnungszeiten auf der einen Seite und die Jungfreisinnigen sowie Luzern Tourismus auf der anderen. Bisher sind bei kantonalen Volksabstimmungen stets die Detaillisten als Gewinner hervorgegangen. Nun erhalten Jungfreisinnige und Luzern Tourismus Schützenhilfe von oben: Derzeit ist eine schweizweite Regelung in der Vernehmlassung, wonach in allen Kantonen die Geschäfte werktags bis 20 Uhr und samstags bis 19 offen halten dürfen. Dieses Gesetz wäre für die Kantone verbindlich.

Derzeit dürfen die Geschäfte im Kanton Luzern werktags bis 18.30 Uhr und samstags bis 16 Uhr geöffnet haben. Dazu kommen zwei Abendverkäufe pro Woche (bis 21 Uhr.

«Unverschämtheit» und «Segen»

Heinz Bossert, Präsident des Detaillistenverbands, ist empört: «Es ist unverschämt, dass die Forderung nach längeren Öffnungszeiten einmal mehr aus der Politik kommt.»

Tourismusdirektor Marcel Perren hingegen spricht von einem Segen für den Standort Luzern. Weniger euphorisch sprechen die Jungfreisinnigen von der nationale Regelung, sie hätten eine föderale Regelung bevorzugt.