LUZERN: Lancieren Sie eine Initiative?

Nachgefragt

Roseline Troxler
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Remo Schranz (56) ist der neue Sekretär der SVP Kanton Luzern. (Bild: PD)

Remo Schranz (56) ist der neue Sekretär der SVP Kanton Luzern. (Bild: PD)

Der Geuenseer Remo Schranz ist neuer Sekretär der SVP des Kantons Luzern. Der 56-Jährige ist seit mehreren Jahren Mitglied der Partei. Seine Tätigkeit als Sekretär übt er in einem 50-Prozent-Pensum aus, zudem ist er in der Immobilienbranche tätig. Zuvor war Schranz unter anderem Geschäftsführer von Conrad Electronic und Vizedirektor von Manor.

Remo Schranz tritt als SVP-Sekretär die Nachfolge von Richard Koller an. Dieser wurde von der Parteileitung im Juli entlassen (Ausgabe vom 24. Juli). Der Grund ist Kollers politisches Engagement. Er kämpfte mit einer eigenen Initiative gegen die Zuwanderung. Dies konkurrenziere ein ähnliches Anliegen der SVP, befand die Parteispitze. Denn die Delegierten der SVP Schweiz haben Ende Juni grünes Licht für eine eigene Initiative gegen die Personenfreizügigkeit gegeben.

Remo Schranz, weshalb haben Sie sich für die Stelle beworben?

Ich teile seit Jahren das Gedankengut der SVP. In der Rekrutenschule war ich Küchenchef von Christoph Mörgeli, später habe ich Felix Müri kennen und schätzen gelernt. Diese beiden Personen haben mich politisch geprägt. Als ich erfahren habe, dass die Stelle des kantonalen SVP-Sekretärs frei wurde, hat mich die Tätigkeit sofort gereizt.

Wie haben Sie sich bisher für die Partei eingesetzt?

Nach meinem Umzug nach Geuensee vor rund zehn Jahren bin ich der Ortspartei Geuensee beigetreten. Ich habe allerdings noch nie für ein Amt kandidiert.

Welche Rolle übernehmen Sie nun als Parteisekretär?

Meine Hauptaufgaben sehe ich im Support unserer Kantonalpartei und der Kantonalpräsidentin Angela Lüthold sowie in der Betreuung der Wahlkreis- sowie Ortsparteien. Ich bin quasi Helferlein an allen Ecken. Wie die gesamte Parteileitung habe auch ich das Ziel, dass wir bei den Ortsparteien noch zulegen und dann bei den Wahlen mehr Mandate gewinnen können.

Ihr Vorgänger wurde von der Parteileitung geschasst: Was halten Sie vom Vorgehen?

Ich war nicht involviert. Den Ablauf erachte ich aber als korrekt. Es haben Gespräche zwischen Richard Koller und der Parteileitung stattgefunden. Diese haben aber nicht gefruchtet.

Werden auch Sie sich politisch aktiv engagieren und eine Initiative lancieren?

Ich werde sicher keine Initiative starten. Meine Rolle ist und bleibt jene des Sekretärs. Ich sehe aber auch darin ein politisches Engagement.

Interview: Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch