LUZERN: Lehrer sind trotz Sieg sauer auf Regierung

Die Regierung wollte für Lehrer 270 Lohn-stufen einführen – statt wie bisher deren 27. Diesen Plan haben die Lehrer gebodigt. Dennoch kritisieren sie die Regierung weiterhin hart.

Roseline Troxler
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Remo Herbst, Präsident Mittelschullehrerverband : «Die Strategie der Regierung gleicht einem Pokerspiel.» (Bild: pd)

Remo Herbst, Präsident Mittelschullehrerverband : «Die Strategie der Regierung gleicht einem Pokerspiel.» (Bild: pd)

Der Luzerner Lehrerverband freut sich über eine nicht umgesetzte Lohnreform – und ist dennoch sauer auf die Regierung. Die Lehrer fordern nämlich, dass die Möglichkeit des Aussetzens von Lohnstufenanstiegen in der Besoldungsverordnung gestrichen wird. Davon hat die Regierung für das aktuelle Schuljahr Gebrauch gemacht.

Die ständigen Verhandlungen mit der Regierung würden an den Kräften der Lehrer zerren, sagt Verbandspräsidentin Annamarie Bürkli gegenüber unserer Zeitung. Es sei falsch, dass die Regierung die Lehrer infolge einer falschen Steuerpolitik immer wieder durch Lohnvorbehalte abstrafe. Roland Haas, Dienststellenleiter Personal, kann dem Anliegen des Lehrerverbands wenig abgewinnen – aufgrund der momentanen Finanzlage des Kantons Luzern.