LUZERN: Lehrer wehren sich gegen Sparmassnahmen

In einem Schreiben bringt der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband (LLV) seine ablehnende Haltung zum Sparpaket/Budget 2015 des Kantons Luzern zum Ausdruck. Insbesondere bedauert der LLV, dass die politischen Agenden von Sparmassnahmen bestimmt werden.

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Der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband wehrt sich unter anderem gegen die immer schlechteren Anstellungsbedingungen. (Symbolbild Neue LZ)

Der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband wehrt sich unter anderem gegen die immer schlechteren Anstellungsbedingungen. (Symbolbild Neue LZ)

Es sei seine Überzeugung, dass sich die politischen Gremien endlich von Sparpaketen verabschieden sollten, heisst es in der Medienmitteilung des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband (LLV) vom Dienstag. Sie würden notwendige Diskussionen über relevante politische Themen blockieren, gerade auch in der Bildungspolitik.

Nach Ansicht des LLV soll der Kanton Luzern zu einer Einnahmenpolitik zurückkehren, mit der die Regierung die demokratisch gefällten Entscheide für die Gestaltung der Gesellschaft auch ausführen kann. Im Bildungsbereich betriffe dies beispielsweise die Schulkreisoptimierung, die Regelung der Klassengrössen oder die Übertrittsbedingungen ins Kurzzeitgymnasium.

Immer schlechtere Anstellungsbedingungen

Sehr stossend sei es, dass die Sparvorschläge einmal mehr die Anstellungsbedingungen betreffen. Der jährliche Budgetkürzungsprozess, dem die Leherinnen und Lehrer hilflos und medial ausgeliefert seien, beeinträchtige die Motivation der Lehrpersonen massiv. Permanent würden die Rahmenbedingungen in Frage gestellt. Dies bei steigenden Schülerzahlen und bei steigenden Anforderungen an die Volksschule. Zu den bereits in den letzten drei Jahren vorgenommenen Kürzungen z.B. des Dienstaltersgeschenks und der Altersentlastung müsse erneut mit einem fehlenden Stufenanstieg auf das Schuljahr 2015/2016 gerechnet werden.

Der LLV stellt die Frage, wie der bevorstehende Lehrermangel abgefedert werden kann, wenn die Arbeitsbedingungen der Volksschullehrer laufend verschlechtert werden? Damit sei nicht nur der Lohn gemeint, sondern speziell die unverlässlichen Rahmenbedingungen, die jährlich zur Disposition stehen. Die Liste werde immer länger.

Zunehmende Ungerechtigkeiten

Das Flickwerk der Sparmassnahmen generiert nach Meinung des LLV zunehmend Ungerechtigkeiten. So seien gleiche Rahmenbedingungen für die gleiche Arbeit mit der etappenweisen Umsetzung des Arbeitsplatz Schule zunehmend in Frage gestellt. Es sei die Summe der beschlossenen Sparmassnahmen in den vergangenen und zukünftigen Jahren, die in der Volksschule noch mehr zu Leistungskürzungen und zu einem Qualitätsabbau führt.

pd/zim