LUZERN: Lehrerlöhne: Luzern macht Kehrtwende

Kindergärtnerinnen und Primarlehrpersonen sollen gleich viel verdienen: Bisher wollte die Luzerner Regierung davon nichts wissen. Doch jetzt lässt sie das Lohnsystem grundsätzlich überprüfen.

Susanne Balli
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Wie viel soll die Arbeit mit Kindergärtnern wert sein? Mit dieser Frage befasst sich zurzeit die Luzerner Regierung. Im Bild der Kindergarten Maihofhalde in Luzern. (Bild Roger Grütter)

Wie viel soll die Arbeit mit Kindergärtnern wert sein? Mit dieser Frage befasst sich zurzeit die Luzerner Regierung. Im Bild der Kindergarten Maihofhalde in Luzern. (Bild Roger Grütter)

Wieviel ist die Arbeit von Kindergärtnerinnen wert? Mit dieser Frage befasst sich zurzeit die Luzerner Regierung. Sie will prüfen, ob die Kindergärtnerinnen künftig gleichviel verdienen sollen wie die Primarlehrpersonen. Das war eine Forderung des Luzerner Lehrerverbands (LLV). Heute verdient eine Kindergärtnerin rund 300 bis 400 Franken weniger pro Monat als eine Primarlehrperson mit vergleichbarer Berufserfahrung.

Kosten: 1,5 Millionen pro Jahr

Bisher wollte man beim Kanton Luzern nichts von einer Angleichung der Löhne wissen. Begründung: Die Anforderungen in den beiden Berufen seien unterschiedlich, deshalb seien unterschiedliche Löhne auch gerechtfertigt. Doch jetzt macht die Luzerner Regierung eine Kehrtwende. Die Anforderungsprofile der beiden Berufe sollen eingehend überprüft werden. Sollte sich dann zeigen, dass die Arbeit auf Kindergartenstufe ebenso anspruchsvoll ist wie auf der Primarstufe, werden die Löhne angepasst. Kosten wird dies den Kanton rund 1,5 Millionen Franken pro Jahr. Profitieren von höheren Löhnen könnten die Kindergärtnerinnen frühestens 2016.