Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LUZERN: Lieferwagen für Velo-Transporte gestohlen: Autodieb muss ins Gefängnis

Das Kriminalgericht hat einen Autodieb zu einer unbedingten Freiheitsstrafe und zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 23-Jährige hatte mehrmals Fahrzeuge gestohlen, um seine Mountainbikes zu Rennen transportieren zu können.
Ein Mann bricht in ein Auto ein (gestellte Szene). (Bild: Axel Heimken / DPA)

Ein Mann bricht in ein Auto ein (gestellte Szene). (Bild: Axel Heimken / DPA)

Das Gericht sprach den Schweizer des mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs und wegen verschiedenen Strassenverkehrsdelikten schuldig. Es verhängte eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten und, teilweise als Zusatzstrafe zu zuvor ausgesprochenen Strafbefehlen, eine Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu 30 Franken.

Auf eine bedingte Freiheitsstrafe wurde verzichtet, weil der Beschuldigte mehrfach vorbestraft ist und während einer laufenden Probezeit wieder straffällig wurde. Ohne wirksame Strafe sei dem Beschuldigten eine ungünstige Prognose auszustellen, heisst es in der Anklageschrift.

Der Biker war aber geständig, was strafmindernd berücksichtigt wurde. Er befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug. Das am Donnerstag publizierte Urteil kam im abgekürzten Verfahren zustande und ist rechtskräftig.

Gestohlene Wagen wochenlang gefahren

Der Biker hatte 2016 und 2017 in den Kantonen Luzern und Aargau drei Mal einen Lieferwagen und ein Mal ein Auto aus Garagenbetrieben entwendet und an diese gestohlene Kontrollschilder montiert. Ohne Führerausweis und ohne Haftpflichtversicherung fuhr er die gestohlenen Fahrzeuge teilweise wochenlang und über mehrere tausend Kilometer.

Der Deliktsbetrag wird von der Staatsanwaltschaft auf 53'000 Franken und der angerichtete Sachschaden auf knapp 9000 Franken beziffert. Sie hält dem Biker zugute, dass sein Motiv nicht primär finanzieller Natur gewesen sei, sondern dass er sein Hobby - die Teilnahme an Downhill-Rennen - mit einem geringeren Aufwand habe ausüben wollen.

Dennoch geht die Staatsanwaltschaft von einer gewissen kriminellen Energie des Bikers aus. Obwohl er mehrmals von der Polizei erwischt worden sei, habe er sich unbeeindruckt neue Fahrzeuge besorgt. So habe er wenige Tage nach der Schlusseinvernahme erneut ein Fahrzeug entwendet. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.