LUZERN: Linke Ideen für attraktive Innenstadt

SP, Grüne und GLP wollen eine Petition lancieren, welche auch die Aufwertung der Luzerner Innenstadt beinhaltet. Dies soll ohne ein neues Parkhaus erreicht werden.

Drucken
Teilen
Das Löwen-Center am Eingang zur Luzerner Innenstadt. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Das Löwen-Center am Eingang zur Luzerner Innenstadt. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Robert Knobel
robert.knobel@luzernerzeitung.ch

Die bürgerlichen Parteien haben am 17. Mai die Initiative zur Aufwertung der Luzerner Innenstadt mit über 2500 Unterschriften eingereicht. Die Initiative von FDP, CVP, SVP, Cityvereinigung und Wirtschaftsverband fordert, dass die politische Diskussion über ein Parkhaus Musegg wieder aufgenommen wird.

Nun melden sich die Gegner des Parkhauses - SP, Grüne und GLP - zu Wort. Sie wollen ihrerseits eine Petition lancieren und mehrere Vorstösse im Stadtparlament einreichen. Damit wollen sie erreichen, dass der Stadtrat einen Gegenvorschlag zur bürgerlichen Initiative ausarbeitet. Dieser soll ebenfalls die Aufwertung der Innenstadt zum Inhalt haben - allerdings ohne dass dafür ein neues Parkhaus gebaut werden muss.

Konkret sollen insbesondere der Löwen-, Kasernen- und Franziskanerplatz aufgewertet, sprich von Parkplätzen möglichst befreit werden. Zudem sollen Carparkplätze möglichst ausserhalb der Innenstadt eingerichtet werden. Einzig der Schwanenplatz soll vorläufig weiter als Anhalteplatz für Touristencars genutzt werden, bis sich allenfalls längerfristig eine andere Lösung anbietet. Weiter sollen die Oberflächen-Parkplätze in der Innenstadt in erster Linie für Kurzzeit-Nutzer reserviert sein. Dauerparkierer - beispielsweise Anwohner - sollen ihr Auto dagegen in Parkhäusern abstellen.

Weitere Vorschläge zur Aufwertung der Innenstadt sind eine unterirdische Metro oder eine Überdeckung der Bahnhofs-Einfahrt. Letzteres wurde bereits 2014 von der FDP gefordert. Zudem solle sich die Stadt stärker für einen ausgewogenen Branchenmix in der Innenstadt einsetzen, so die Linken.

Grünen-Grossstadtrat Christian Hochstrasser betont, es gehe nicht in erster Linie darum, das Parkhaus Musegg zu verhindern, sondern eine Diskussion über Alternativen zu lancieren. "Wir wollen einen gemeinsamen Nenner finden." Die weiteren Planungen für das Parkhaus Musegg werde man auch nicht torpedieren, solange es ein rein privates Projekt bleibe. Man sei einzig dagegen, dass sich die Stadt am Projekt in irgendeiner Form beteiligt.

Hinweis: Die Vorschläge von SP, Grünen und GLP sind im Detail auf www.luzern-lebt.ch einsehbar.