LUZERN-LITTAU: Schulzahnpflege ist nicht von Fusion betroffen

Der Gemeinderat von Littau und der Stadtrat von Luzern haben entschieden, die heute in Littau und Luzern unterschiedlichen Systeme im Bereich der Schulzahnpflege in der fusionierten Gemeinde weiterzuführen.

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(Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ)

(Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ)

Die Schulzahnpflege von Kindern und Jugendlichen wird in Littau und Luzern unterschiedlich gehandhabt. Während in Luzern alle Kinder in der Kinder- und Jugendzahnklinik untersucht und behandelt werden, sofern deren Erziehungsberechtigten dies wünschen, kennt Littau – wie alle übrigen Gemeinden im Kanton Luzern – das System von privat praktizierenden Zahnärzten, die zu Schulzahnärzten ernannt werden.

Tiefgreifende Massnahmen beiderorts
Im Rahmen der Fusion Littau–Luzern galt es zu entscheiden, welches System künftig zur Anwendung kommt. Wäre das Luzerner System in der vereinigten Gemeinde angewandt worden, hätte den privaten Zahnärzten in Littau das Mandat als Schulzahnärzte entzogen werden müssen. Umgekehrt hätte bei der Einführung des Littauer Systems die Kinder- und Jugendzahnklinik aufgehoben werden müssen.

Hinzu kommt, dass die Räumlichkeiten der Kinder- und Schulzahnklinik bei allfälligen weiteren Fusionen nicht mehr ausreichen würden. Die Folge wäre, dass Filialen betrieben werden müssten. Dies erachtet die Steuerung als nicht wünschenswert, zumal dies politisch kaum durchsetzbar wäre.

Die gewählte Lösung führt zwar zu unterschiedlichen Systemen in einzelnen Stadtteilen. Dem organisatorischen Makel steht der Nutzen für die Familien in Littau und Luzern gegenüber, wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung von Luzern und Littau heisst. Sie können künftig weiterhin die gewohnte und erprobte zahnärztliche Betreuung ihrer Kinder in Anspruch nehmen.

Wiederaufnahme der Kieferorthopädie
In der Kinder- und Schulzahnklinik werden künftig wieder kieferorthopädische Behandlungen angeboten. Nach der Kündigung der bisherigen Kieferorthopädin wurden sie ab Mitte 2008 sistiert. Der Stadtrat wollte zuerst Klarheit über die Zukunft der Kinder- und Schulzahnklinik. Die kieferorthopädischen Behandlungen, die Ende 2003 eingeführt wurden, haben sich grundsätzlich bewährt. Die finanziellen Erwartungen wurden erfüllt. Die Kieferorthopädie verringert das Defizit der Klinik. Allerdings hat sich die Festanstellung einer kieferorthopädischen Fachperson nicht bewährt, da die Fluktuation zu gross ist.

Vorgesehen ist nun, dass sich wie bei privaten Zahnarztzentren eine auf eigene Rechnung arbeitende Person einmieten kann. Mit einer Umsatzabgabe für Miete, Personal etc. wird der bisherige Ertrag generiert.

scd