LUZERN: Littau strebt innere Verdichtung an

Die Bau- und Zonenordnungen von Littau und der Stadt Luzern sollen zusammengeführt werden. Der Stadtrat beantragt dem Parlament 1,8 Millionen Franken.

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Auch in Littau soll verdichteres Bauen künftig einfacher möglich sein. (Bild Pius Amrein)

Auch in Littau soll verdichteres Bauen künftig einfacher möglich sein. (Bild Pius Amrein)

Nach der Fusion von Littau und Luzern gibt es in der Stadt zwei unterschiedliche Bau- und Zonenordnungen (BZO). Sie sollen zusammengeführt werden, um unter anderem Verunsicherungen und Mehraufwand beim Vollzug zu beseitigen, teilt der Luzerner Stadtrat mit. Er beantragt beim Parlament für diesen mehrjährigen Prozess einen Rahmenkredit von 1,8 Millionen Franken. Ziel des Stadtrates ist es, die Zusammenführung bis 2022 abzuschliessen.

Die Zusammenführung dränge sich «aufgrund übergeordneter Vorgaben des Kantons und des Bundes auf», heisst es weiter. In Littau werden die Anpassungen zu einer Gesamtrevision der BZO führen. Dabei prüft die Stadt, wo eine sinnvolle innere Verdichtung möglich ist und wie Siedlung und Verkehr optimal aufeinander abgestimmt werden können.

Entwicklung Littauerboden

Auch solle erarbeitet werden, wie der Littauerboden entwickelt werden könne. Im Littauerboden hat es rund neun Hektaren unbebaute Arbeitszone sowie weitere Flächen, die heute der Landwirtschaftszone oder keiner bestimmten Nutzung zugewiesen sind.

Die erst 2014 in Kraft gesetzte BZO Stadt Luzern soll dagegen im Grundsatz unverändert bleiben. Es seien nur Anpassungen an übergeordnete Vorgaben vorgesehen, teilte der Stadtrat mit. Er begründet dies mit der Planbeständigkeit.

Um rasch auf Entwicklungen reagieren zu können, will die Stadt künftig nur in Ausnahmefällen die BZO Gesamtrevisionen unterziehen und in der Regel mit Teilrevisionen arbeiten. Die Zusammenführung der BZO Stadt Luzern und der BZO Littau sei rechtlich, technisch und verfahrensmässig komplex, schreibt der Stadtrat. Es brauche vertiefte Diskussionen und den Einbezug der Bevölkerung.

Mehr zum Thema am 14. Oktober in der Neuen LZ.

pd/rem/sda