Luzern lockt Russen ins Spital

Nach harzigem Start läuft das Geschäft von Lucerne Health mit reichen Patienten aus dem Ausland besser. Neu sollen auch Chinesen angelockt werden.

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Im 14. Stock des Luzerner Kantonsspitals befinden sich die Zimmer der Privatabteilung. (Archivbild: Philipp Schmidli/LZ)

Im 14. Stock des Luzerner Kantonsspitals befinden sich die Zimmer der Privatabteilung. (Archivbild: Philipp Schmidli/LZ)

Seit dem Start des Projektes Lucerne Health im Februar 2011 haben sich schon 30 gut betuchte Ausländer in einer der drei Luzerner Partnerkliniken behandeln lassen. Mit Lucerne Health sollen reiche Ausländer zur medizinischen Behandlung nach Luzern gelockt werden. Die Ausländer bezahlen bis zu doppelt soviel für eine Behandlung wie Schweizer. Vor allem Russen und Patienten aus dem Nahen Osten nahmen bisher das Angebot in Anspruch.

Kurze Aufenthaltsdauer

Weniger stark als angenommen haben bisher die am Projekt beteiligten Hotelleriebetriebe (Hotel Montana in Luzern, Villa Honegg auf dem Bürgenstock, Palace in Luzern, Hotel Vitznauerhof in Vitznau und Park Hotel in Weggis) profitiert. Die Wertschöpfung, welche die reichen Gäste aus dem Ausland in den Nobelhotels um Luzern generieren sollten, liegt unter den Erwartungen von 500 Franken pro Patient und Begleitperson. Zum einen sei das durch die relativ kurze Aufenthaltsdauer von nur ein paar Tagen zu erklären – viele Eingriffe sind ambulant –, zum andern würden nicht alle Kunden in den Hotels absteigen, die beim Projekt mitmachen, sagt Geschäftsführer Dieter Baumgartner.

Jetzt sollen Chinesen kommen

Neu hat Lucerne Health auch Gäste aus Fernost im Visier. Eine chinesische Mitarbeiterin ist bereits eingestellt, wie Baumgartner sagt.

Raphael Zemp/red

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