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LUZERN: Lucerne Festival mit 75 in Aufbruchstimmung

Das Lucerne Festival im Sommer feiert dieses Jahr sein 75. Jubiläum und mit dem Motto «¡Viva la Revolución!» den Aufbruch. Rückgrat der 90 Veranstaltungen sind 28 Sinfoniekonzerte mit Spitzenorchestern aus aller Welt.
sda
Das Lucerne Festival feiert sein 75-jähriges Jubiläum. Im Bild: Der deutsche Dirigent Wilhelm Furtwängler während eines Konzerts am 23. August 1944. (Bild: Keystone)

Das Lucerne Festival feiert sein 75-jähriges Jubiläum. Im Bild: Der deutsche Dirigent Wilhelm Furtwängler während eines Konzerts am 23. August 1944. (Bild: Keystone)

Das jubilierende Klassikfestival schmückt dieses Jahr sein Signet mit einem Lorbeerkranz. Doch auch Farbbeutelkleckse und umstürzlerische Parolen sind darauf abgebildet.

Für Festival-Intendant Michael Haefliger ist dies kein Widerspruch. Bei allem Stolz für die reiche Geschichte gelte das Augenmerk der Zukunft, schreibt er im Programmheft zum Festival, das vom 16. August bis 15. September stattfindet.

Um sich für die Zukunft zu rüsten und neue Besuchergruppen zu gewinnen, führt Lucerne Festival neue Formate wie 40min ein. An den elf Gratisveranstaltungen präsentieren Festivalkünstler Musik aus allen Epochen und richten das Wort direkt an das Publikum.

Zahlreiche Geburtstage

Ein spezieller Tag des diesjährigen Festivals ist der Sonntag, 25. August. 75 Jahre zuvor hat Arturo Toscanini inLuzern ein Konzert dirigiert und damit den Grundstein für das Lucerne Festival gelegt. Die Geburtstagsparty besteht aus 30 Konzerten, Filmvorführungen und weiteren Anlässen.

Lucerne Festival feiert aber nicht nur den eigenen Geburtstag, sondern auch den 200. von Richard Wagner, der einige Jahre in Luzern lebte. Die Bamberger Symphoniker und der Berliner Rundfunkchor unter Jonathan Nott spielen konzertant verteilt auf vier Abende den 16-stündigen «Der Ring der Nibelungen». Das Werk war bei seiner Uraufführung 1876 musikalisch revolutionär.

Gleiches gilt für Igor Strawinskys «Le Sacre du Printemps», dessen Uraufführung in Paris vor 100 Jahren die Gemüter erregte. Gespielt wird dieser «Urknall der Moderne» von den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle.

Den zehnten Geburtstag feiern Claudio Abbados Lucerne Festival Orchestra und Pierre Boulez' Lucerne Festival Academy. Wegen eines Schulterbruchs kann Boulez dieses Jahr nicht am Dirigentenpult stehen; er wird ersetzt von Pablo Heras-Casado.

Das Festival Orchestra, dem renommierte Interpreten angehören, gibt zusammen mit Abbado fünf Konzerte, darunter das Eröffnungskonzert mit Ludwig van Beethovens dritter Sinfonie (Eroica).

Über ein Dutzend Uraufführungen

Lucerne Festival pflegt aber nicht nur revolutionäre Klassiker, sondern auch die zeitgenössische Musik. 15 Werke gelangen zur Uraufführung, darunter eines des Avantgarde-Rockers Frank Zappa.

«Composer-in-residence» ist die in Haifa geborene Klangforscherin Chaya Czernowin. Ihre Kammeroper «Pnima... ins Innere» wird vom Luzerner Theater und dem Luzerner Sinfonieorchester gespielt. Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra und das SWR Sinfonieorchester unter François-Xavier Roth bringen Czernowins «At the Fringe of Our Gaze» und «White Wind Waiting» zur Uraufführung.

«Quartet-in-residence» ist das amerikanische JACK Quartet. Es spürt in der Reihe «Revolution Kammermusik» den Umstürzen in der Musikgeschichte nach. «Artistes étoiles» sind die Pianistin Mitsuko Uchida und der Schlagzeuger Martin Grubinger.

Weiter sind in Luzern zu hören die Wiener und St. Petersburger Philharmoniker, das Budapest Festival, Philharmonia und Pittsburgh Symphony Orchestra, das Koninklijk Concertgebouworkest, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Sächsische Staatskapelle Dresden.

Vorverkauf

Mit dem Vorverkauf ist das Festival zufrieden. Der frühe Start noch im letzten Jahr habe sich gelohnt, sagte Festival-Sprecherin Katharina Schillen.

Für etliche Konzerte, etwa mit dem Koninklijk Concertgebouworkest, der Sächsischen Staatskapelle, dem Budapest Festival, Pittsburgh Symphony und Philharmonia Orchestra sowie mit den Wiener Philharmonikern sind noch Karten erhältlich. Gleiches gilt für Teile von Wagners «Ring». Bei ausverkauften Konzerten besteht die Chance, dass durch Rückläufe wieder Tickets verfügbar werden.

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