LUZERN: Lücke im Recycling-System

Grossverteiler wie Coop und Migros nehmen Milchflaschen und weiteren Plastik zurück. Der Abfall­verband Real hingegen verbrennt sie nach wie vor.

Alexander von Däniken
Drucken
Teilen
Sammelstelle von Plastikflaschen in der Migros in Ebikon. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Sammelstelle von Plastikflaschen in der Migros in Ebikon. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

In fast jedem Haushalt gibt es sie: Milchflaschen und Rahmfläschchen aus Kunststoff. Seit mehreren Jahren kann man das Material aus dem sogenannten Polyethylen (PE) bei der Migros und bei Coop separat entsorgen. Wer die weissen Behältnisse oder weitere Plastikflaschen zum Beispiel von Shampoos, Duschmitteln, Putz- und Waschmitteln allerdings in den Ökihöfen des Abfallverbandes Real, in dem die Stadt Luzern und 20 weitere Gemeinden in der Agglomeration vertreten sind, entsorgen will, wird enttäuscht: «Das sammeln wir nicht; das ist Abfall», heisst es dort.

Real: «Milchflaschen stinken»

Warum sammelt der Luzerner Abfallverband Real keine PE-Flaschen? «Es macht Sinn und ist richtig, dass man die Flaschen dort zurückgibt, wo man neue kauft. Das Sammeln dieses Materials ist daher im vom Vorstand und von der Delegiertenversammlung definierten Abfallreglement nicht vorgesehen», erklärt Real-Direktor Martin Zumstein. «Offene Milchflaschen können zudem enorm stinken und müssten daher täglich abtransportiert werden, wozu wir in den Ökihöfen nicht in der Lage sind.»

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der «Neuen Luzerner Zeitung» oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.