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LUZERN: Luga-Splitter 2016

Geschichten und Randnotizen von der Luga 2016

Kaffee, auch wenn man nicht will

In Bosnien werde anscheinend Kaffee ausgeschenkt, ob man will oder nicht – das Getränk gehöre zu jedem Essen und jeder Begegnung. Und so war es auch an der Zentralschweizer Frühlingsmesse: Wer sich am Tag der Nationen auf dem Platz der Eventbühne dem Stand nur von weitem näherte, bekam ungefragt eine Tasse in die Hand gedrückt. Esther Carama vom Vorbereitungsteam liess sich deswegen nicht aus der Ruhe bringen: «Wir möchten eben die unterschiedlichen Kulturen möglichst so zeigen, wie sie sind.» Dabei musste sie aber eingestehen, dass keine afrikanische Kultur vertreten war.

Der Ehemann als Ersatz-Moderator

Eventbühne red. Fünf Jahre lang moderierte Debbie Frank das Programm der Event-Bühne an der Luga. Dieses Jahr zelebrierte sie mit der Show «Swinglisch» den typisch amerikanischen Close-Harmony- Gesang und konnte deswegen nicht auch noch ansagen. Für Ersatz sorgte sie aber gleich selber: Ihr Ehemann Beny Schnyder, der sich vom Improvisationstheater her bestens mit dem Mikrofon auskennt, sollte den Job übernehmen. Und er tat es – mit Erfolg. Was das für die nächstjährige Moderation bedeutet, sei noch offen. Debbie Frank aber meinte dazu: «Mein Mann würde mir natürlich schon den Vortritt lassen.»

Ohne Bargeld gibts an der Luga wenig

An der Luga fiel gestern der Bancomat am Bahnhof Allmend/Messe aus. Das ist nicht ganz ohne, wenn man bedenkt, dass bei den meisten Ständen nur mit Bargeld bezahlt werden kann. Selbst für ein Burger-Mittagessen benötigt man für zwei Personen saftige 50 Franken in bar (10 davon sind Depot). Weit kommt man an der Luga ohne Bargeld also nicht, das Eintrittsticket allerdings gibts auch gegen Kartenzahlung. Glücklicherweise meldete die Luzerner Kantonalbank gestern Nachmittag: «Wir haben den Schaden nach dem Mittag behoben, es kann nun wieder Bargeld bezogen werden.»

Ferien in Luzern wegen der Luga

Luga-Fan red. Es gibt sie also doch, die wahren Luga-Fans. Peter Curiger, der auf dem Messegelände Lothar-Spiesse verkauft, berichtet von einem Dänen, der täglich vorbeikomme. Er liebe die Spiesse, aber nicht nur die, sondern die gesamte Luga. Um die Luzerner Frühlingsmesse jährlich in vollen Zügen geniessen zu können, habe der Mann extra eine Woche Ferien genommen.Splitter

Tanz auf dem Politparkett

Obwohl im Rahmen des Auftritts des «Gastkantons» Luzern für «Luzern tanzt» geworben wurde, machte Gesundheitsdirektor Guido Graf beim Line-Dance nicht selber mit. Das sei eher etwas für seine Tochter Rahel, die in der ersten Mannschaft des FC Luzern spiele. Einen Bezug zum Tanzsport habe er aber dennoch: «Die ganze Politik ist ein Tanz. Mir sagt besonders der Rock ’n’ Roll zu, denn da geht etwas. Der Walzer hingegen ist mir zu ausgewogen.» Schlüsse auf seinen politischen Alltag seien erlaubt.

Aus der Vogelperspektive

Im Film, der am Stand des «Gastkantons» Luzern im Reisebus gezeigt wird, «fliegt» der Bus sozusagen durch den Kanton und zeigt unter anderem das Transportunternehmen Galliker aus der Vogelperspektive. Das freute CEO Peter Galliker, der an der Wirtschaftsdiskussion der Economiesuisse und der Industrie- und Handelskammer teilnahm. Nach dem Anlass besuchte er den Stand, um sein Unternehmen aus dieser ungewöhnlichen Perspektive anzuschauen.

Luzerner Originale

Die Güüggali-Zunft lädt die Luzerner Originale jedes Jahr an die Luga ein. Und sie kamen auch diesmal in grosser Zahl. Unter ihnen Peter Gisler, Festredner genannt, der stolz seinen Orden präsentierte, den er Anfang der sechziger Jahre von Nikita Chruschtschow, dem damaligen Chef der kommunistischen Partei der Sowjetunion, erhielt. Erich Kempf aus dem Schächental, Käseverkäufer genannt und durch sein weisses Haar und den Hut bekannt, berichtete stolz, wie er in hohem Alter immer noch in die Berge fahre, um Käse zu holen. Und auch Hans Ochsenbei war dabei, der mit seinem Rebroff-Imitationen legendäre Gnagiessen verschönert hatte. Hans Pfister, Präsident der Güüggali-Zunft, bedauerte, dass es immer weniger Originale gebe, da der Boden dafür nicht mehr vorhanden sei.

Stark wie ein Tiger

In früheren Zeiten konnte an der Chilbi ein Boxer herausgefordert werden. Wer K. o. ging, hatte verloren. Solche Kämpfe waren auf die Dauer aber nicht mehr tragbar und wurden durch einen Kraftmesseautomaten ersetzt. An der Luga steht der in der Sonderschau «Chilbi» und kann dort getestet werden. Wer auf 180 Punkte kommt, ist so stark wie ein Tiger. Endet das Anzeichen bei 20, ist man kräftig wie ein Baby. Pikanterweise ist das Kamel mit 60 Punkten weniger stark als das Pferd mit 80. Der Clown bringt es auf 100 Punkte.

Erste Messe vor 600 Jahren

Die Frühlingsmesse, sozusagen der Vorläufer der Luga, wurde bereits 1417 gegründet. Anders als heute fand diese allerdings auf dem Inseli und dem Bahnhofplatz statt. Vor dem Ersten Weltkrieg sollte die Messe auf Initiative der Krämer abgeschafft werden, weil es genügend Verkaufsgeschäfte in der Stadt gebe. Ausserdem wurde in den folgenden Jahren moniert, die Messe verschandle den Bahnhofplatz, und das Gelände sollte für Parkplätze herhalten. Luzern hatte deshalb ab Mitte der 50er-Jahre nur noch eine Herbstmesse, bis dann 1980 die Luga ihre Tore öffnete.

Unterwegs durchs falsche Tal

Der Gastkanton Luzern, der ja gar kein wirklicher Gastkanton ist, hat dieses Jahr nicht zum Journalistenreisli durch den Kanton geladen. Dafür dürfen im sogenannten Reisecar alle Luga-Besucher ein Reisli mit einem fliegenden Amphibienbus durch den Kanton Luzern unternehmen. Dabei stellen sich drei Fragen: 1. Was ist die Altersgrenze für den Film? Einige Kinder kommen aus dem Weinen nicht heraus. 2. Haben all die Firmen, die im (Drohnen-)Film vorkommen, etwas zur Realisierung beigetragen? Ist das ein Product-Placement-Film? Und 3. Wer kam bei den Tälern durcheinander? Denn knapp vorbei ist auch daneben. Finden Sie den Fehler an der Luga!

Nur was für Junge?

Die Luzerner Stadträtin Manuela Jost (GLP) blickte am Wochenende mit verklärtem Blick auf die drei neuen Bahnen im Lunapark. «Drifting Coaster», «Spin Tower» und «Burner» sind was für ganz Mutige. Ein reines Adrenalinpaket sei das, meinte sie und erinnerte sich an ihre Jugend, als sie mit Bungee-Jumping und River-Rafting ihren eigenen Mut testete. Auf die heutigen Fahrgeräte wage sie sich nicht. «Man wird eben älter», meint sie schmunzelnd.

Besitzer besuchen ihre Tiere

Die Tiere, die an der Luga ausgestellt sind, mussten erst dafür erkoren werden. Sie wurden von Viehzuchtverbänden ausgesucht und von den Besitzerinnen und Besitzern entsprechend vorbereitet. Gestern Sonntag trafen sich die Präsidenten der Viehzuchtverbände und Viehbesitzer an der Luga und erhielten ein kleines Dankeschön.

Luzern siegt über Appenzell

Es war ein klarer Sieg: Beim Luga-Match des FC Kantonsrat Luzern gegen den FC Kantonsrat Appenzell am Freitagabend schickte das Heimteam die Gäste mit einer 3:0-Niederlage nach Hause. Offensichtlich hatte der fussballaffine Coach Urs Dickerhof (SVP, Emmen) ein gutes Händchen bei der Aufstellung seiner Mannschaft – insbesondere mit Spielern aus seiner Heimatgemeinde. Der ehemalige GLP-Kantonsrat David Staubli (Emmen) schoss gleich zwei Tore. Auch der kürzlich in den Kantonsrat nachgerückte Emmer Patrick Schmid (SVP) punktete. Nach diesem Sieg strebt der FC Kantonsrat Luzern nun nach neuen Herausforderungen: Er will den FC Nationalrat herausfordern.

Das waren Zeiten: Kuh am Stadtlauf

Wie jedes Jahr überschnitten sich auch gestern zwei Luzerner Grossevents: die Luga und der Luzerner Stadtlauf. Da es nicht möglich ist, die beiden Anlässe terminlich zu trennen, gab es laut Albert Schwarzenbach, Kommunikationsleiter Messe Luzern und CVP-Grossstadtrat, immer wieder Bestrebungen, sie zumindest zu verbinden. Beispielsweise indem man die berühmte Luga-Kuh am Stadtlauf mitlaufen liess. Dies tat sie zuletzt 2013. Möglich, dass der eine oder andere Stadtlauf-Besucher die Kuh gestern vermisst hat.

Das entwischte Lamm

Der kleine Junge, er ist etwa dreijährig, geht mutig der Mutter voraus auf das Ziegen- und Schafgehege zu, als die Betreuerin die Tür leicht öffnet, um ein Kind hinauszulassen. Da entwischt ihr ein vorwitziges kleines Lamm. Es ist noch nicht mal halb zum Gehege raus, schon fährt dem vorher so mutigen Jungen der Schreck in die Glieder. Lauthals fängt er zu krähen an, das Lamm ist ganz verdattert – und wird flugs wieder hinter die Gartentüre bugsiert. Beim Jungen macht sich indessen Erleichterung auf dem Gesicht bemerkbar. Der Streichelbesuch hat sich damit auch erledigt.

Musikalische Rede von Stadtpräsident

Stadtpräsident Stefan Roth (CVP) war einer der Redner zur Eröffnung der Luga. Dafür hat er sich einiges einfallen lassen: Sänger vom Le Théâtre Kriens-Luzern haben seine Aussagen jeweils musikalisch untermalt. Als Roth sich eine bessere Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden wünschte und sagte, dass das nicht immer einfach sei, folgte der Liebessong: «Sind die Sterne gegen uns?»

nez/ag/rg/bev

Der Stand der Zentralschweizer Bäuerinnen, wo die Bäuerinnen mehrmals täglich eine Demokochshow vorführen. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Der Stand der Zentralschweizer Bäuerinnen wo die Bäuerinnen mehrmals täglich eine Demokochshow vorführen. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Am Stand der Zentralschweizer Bäuerinnen, wo die Bäerinnen eine Demokochshow vorführen. (foto: roger gruetter) (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Luga 2016 (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
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Kaninhopp, ein Hindernisparcours für Hasen in der Arena an der Luga. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Kaninhopp, ein Hindernisparcours für Hasen in der Arena an der Luga.. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Kaninhopp, ein Hindernisparcours für Hasen in der Arena an der Luga. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Kaninhopp, ein Hindernisparcours für Hasen in der Arena an der Luga. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Der Prix Franz ging an die Kapelle Bienengift. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
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Die Highlights an der Luga 2016

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