LUZERN: LUKB-Chef soll weniger verdienen

Das Millionen-Salär von Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank, ist SP, Grünen und Teilen der SVP zu hoch. CVP und FDP kontern.

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Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank (LUKB). (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank (LUKB). (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

nus. 1,07 Millionen Franken: So viel hat der 56-jährige Bernard Kobler als CEO der Luzerner Kantonalbank (LUKB) 2011 verdient. Zum Vergleich: Ein Luzerner Regierungsrat verdient pro Jahr rund 260 000 Franken.

Die Entschädigung für Kobler ist dem Stadtluzerner SP-Kantonsrat David Roth zu hoch, wie er in einer Motion festhält. Der Vorstoss ist mitunterzeichnet von Roths Fraktionskollegen, den Grünen – und von SVP-Parlamentarier Rolf Hermetschweiler (Luzern). Bei weiteren SVP-Kantonsräten stösst das Anliegen dem Vernehmen nach ebenfalls auf Zustimmung. Anders bei FDP-Fraktionschef Rolf Born: «Es gibt keinen Grund, ins Lohngefüge von Unternehmen einzugreifen.» CVP-Fraktionschef Ludwig Peyer argumentiert gleich: «Das ist Effekthascherei. Im konkreten Fall haben wir kein Problem. Die LUKB ist eine anständige Bank.»

Maximal 660 000 Franken?

Roth fordert, dass Kobler nicht mehr als zwölf Mal so viel verdienen darf wie der LUKB-Angestellte mit dem tiefsten Lohn. Dieser beträgt derzeit 55 000 Franken. Würde Roths Motion gutgeheissen, müsste Bernard Kobler künftig also mit rund 660 000 Franken Salär pro Jahr auskommen.

Roth ist der Meinung, das sei genug: «Verspekuliert sich Kobler, badet das der Kanton dank der Staatsgarantie aus. Wir alle stehen also gerade für diese Bank – und der CEO garniert mehr als eine Million Franken pro Jahr. Das ist zu viel.»

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