LUZERN: Lustspielmusik eröffnet Lucerne Festival

Das Lucerne Festival im Sommer ist am Freitagabend mit einem Konzert des von Bernard Haitink geleiteten Lucerne Festival Orchestras musikalisch eröffnet worden. Zuvor hatte sich der Pianist Alfred Brendel Gedanken zum Festivalthema «Humor» gemacht.

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Bernard Haitink dirigiert das Lucerne Festival Orchestra im Eröffnungskonzert mit Anna Lucia Richter als Solistin bei Gustav Mahlers Sinfonie Nr.4 in G-Dur. (Bild: Lucerne Festival / Priska Ketterer)

Bernard Haitink dirigiert das Lucerne Festival Orchestra im Eröffnungskonzert mit Anna Lucia Richter als Solistin bei Gustav Mahlers Sinfonie Nr.4 in G-Dur. (Bild: Lucerne Festival / Priska Ketterer)

Stadtpräsident Stefan Roth heisst Bundesrätin Doris Leuthard herzlich willkommen. (Bild: Philipp Schmidli)
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Hubert Achermann (zweiter von links) in Begleitung mit Frau Christine und Michael Häfliger mit Lebenspartnerin Andrea Christina Lötscher. (Bild: Philipp Schmidli)
Emil Steinberger mit Ehefrau Niccel (Bild: Philipp Schmidli)
Bundesrätin Doris Leuthard an der Seite von Hubert Achermann, Präsident der Stiftung Salle Modulable. (Bild: Philipp Schmidli)
Bandleader Pepe Lienhard mit der Berner PR-Fachfrau und Freundin Christine Köhli (Bild: Philipp Schmidli)
Katrin und Adolf Ogi (Bild: Philipp Schmidli)
Unternehmer, Mäzen und Kunstsammler Uli Sigg mit Frau Rita (Bild: Philipp Schmidli)
Die städtische Kulturchefin Rosie Bitterli (links) im Gespräch mit Andrea Christina Lötscher, Lebenspartnerin von Michael Häfliger. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Luzerner Baudirektorin Manuela Jost mit Lebenspartner Dominique Criblez (Bild: Philipp Schmidli)
Fernsehmoderator Kurt Aeschbacher (Bild: Philipp Schmidli)
Michael Häfliger, Intendant des Lucerne Festivals mit Lebenspartnerin Andrea Christina Lötscher. (Bild: Philipp Schmidli)
Oswald Grübel, ehemaliger CEO von UBS und CS, zusammen mit Partnerin Renate Häusler (Bild: Philipp Schmidli)
Intendant Michael Häfliger (rechts) begrüsst Renate Häusler und Oswald Grübel (Bild: Philipp Schmidli)
FDP-Nationalrat Peter Schilliger mit Frau Roswitha. (Bild: Philipp Schmidli)
Bundesrätin Doris Leuthard und Stadträtin Manuela Jost (Bild: Philipp Schmidli)
Der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss mit Frau Ilga (Bild: Philipp Schmidli)
SVP-Nationalrat Felix Müri heisst Bundesrätin Doris Leuthard in Luzern willkommen. (Bild: Philipp Schmidli)
Der ehemalige Stadtpräsident Urs W. Studer und Bundesrätin Doris Leuthard. (Bild: Philipp Schmidli)
Stadträtin Ursula Stämmer (links) mit Andrea Christina Lötscher. (Bild: Philipp Schmidli)
Kein roter, sondern ein gelber Teppich am Eröffnungsabend des Lucerne Festivals im KKL. (Bild: Philipp Schmidli)
Bundesrätin Doris Leuthard hält die Rede vor dem Eröffnungskonzert. (Bild: Lucerne Festival / Priska Ketterer)
40 Minuten gratis Konzert hören: Public Viewing auf dem Inseli. (Bild: Stefan Deuber / Lucerne Festival)
Die Besucher erschienen trotz Regen zahlreich. (Bild: Stefan Deuber / Lucerne Festival)
Bernard Haitink dirigiert das Lucerne Festival Orchestra im Eröffnungskonzert mit Anna Lucia Richter als Solistin bei Gustav Mahlers Sinfonie Nr.4 in G-Dur. (Bild: Lucerne Festival / Priska Ketterer)
Bernard Haitink dirigiert das Lucerne Festival Orchestra an der Eröffnung des Festivals am Freitag. (Bild: Lucerne Festival / Priska Ketterer)
Bernard Haitink dirigiert das Lucerne Festival Orchestra an der Eröffnung des Festivals am Freitag. (Bild: Lucerne Festival / Priska Ketterer)
Alfred Brendel setzte sich bei seiner Eröffnungsrede ans Piano. (Bild: Lucerne Festival / Priska Ketterer)
Auf dem Inseli: Gespannte Blicke auf die Grossleinwand. (Bild: Stefan Deuber / Lucerne Festival)
40 Minuten gratis Konzert hören: Public Viewing auf dem Inseli. Die Besucher erschienen trotz Regen zahlreich. (Bild: Stefan Deuber / Lucerne Festival)
Später am Abend hat der Regen nachgelassen. (Bild: Stefan Deuber / Lucerne Festival)

Stadtpräsident Stefan Roth heisst Bundesrätin Doris Leuthard herzlich willkommen. (Bild: Philipp Schmidli)

Der 84-jährige Brendel verabschiedete sich 2008 aus dem Konzertleben. Nun kehrte er als Redner in den Konzertsaal des KKL Luzern zurück. Musik und Humor seien neben der Liebe die phänomenalsten Wohltaten, die er in der Welt gefunden habe, sagte Brendel in seiner Rede «Über Humor, Sinn und Unsinn».
 
Brendel ist nicht nur Musiker, sondern auch Schöpfer grotesker Verse. Er verteidigte in seiner Rede den Humor gegen die, die sich über das Komische entrüsten. Humor zeige der Welt, dass sie absurd sei. Er breche Tabus und setze sich über unsere Gewissheiten hinweg.
 
Unsinn und Sinn sind gemäss Brendel miteinander verflochten. Der Sinn des Unsinns sei es, ins Unendliche zu führen, der Unsinn des Sinns sei, dass dieser rational festgemauert sei, sagte er.

Gegen musikalische Erwartungen verstossen

Am diesjährigen Lucerne Festival geht es in erster Linie um den Humor in der Musik. Komische Musik verstosse gegen musikalische Erwartungen, sagte Brendel, und er hob Joseph Haydn hervor, der die «absolute Musik» dem Komischen dienstbar gemacht habe.
 
Eine Kostprobe davon erhielt das Publikum beim Eröffnungskonzert mit Haydns Sinfonie Nummer 60. Haydn hatte das sechssätzige Werk voller musikalischer Überraschungen als Bühnenmusik zum Lustspiel «der Zerstreute» komponiert.
 
Zudem spielte das Lucerne Festival Orchestra Gustav Malers 4. Sinfonie, ein Werk, das der Komponist als «symphonische Humoreske» konzipiert hatte und das er mit Schellengeklingel beginnen lässt. Oft wird von einer Narrenkappe gesprochen, die sich Mahler hier aufgesetzt habe.
 
Dirigiert wurde das Festivalorchester erstmals vom 86-jährigen Bernard Haitink. Ab 2016 wird der 62-jährige Riccardo Chailly das von dem 2014 verstorbenen Claudia Abbado gegründete Orchester fest leiten.
 
Das Lucerne Festival im Sommer dauert bis am 13. September und umfasst weit über hundert Veranstaltungen. Das Rückgrat bilden die über 30 Sinfoniekonzerte.


sda