LUZERN: Luzern führt Programm für Brustkrebsvorsorge ein

Im Kanton Luzern sollen Frauen zwischen 50 und 70 alle zwei Jahre eine Einladung für ein Mammographie-Screening erhalten. Der Kantonsrat hat eine Motion aus den Reihen der CVP mangels Gegenantrag stillschweigend gutgeheissen.

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Eine Frau bei einer Vorsorgeuntersuchung, um möglichen Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. (Bild: Keystone)

Eine Frau bei einer Vorsorgeuntersuchung, um möglichen Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. (Bild: Keystone)

Priska Galliker (CVP, Knutwil) wies darauf hin, dass viele Frauen einmal im Leben von Brustkrebs betroffen seien. Je früher der Tumor erkennt werde, desto besser seien die Heilungschancen. Deshalb sei es wichtig, dass auch der Kanton Luzern ein Programm für einMammographie-Screening einführe. Sonst werde er in dieser Sache in der Schweiz die rote Lampe erhalten.

Niemand äusserte sich gegen das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm. Katharina Meile (Grüne, Luzern) sagte aber, dass bei vielen Frauen fälschlicherweise ein Brustkrebs diagnostiziert werde. Wichtig sei deshalb die Qualitätssicherung. Räto Camenisch (SVP, Kriens) sagte, der Erfolg des Screenings sei nicht berauschend, aber stark genug, um der Schaffung eines solchen Programms zuzustimme n.

Angela Pfäffli (FDP, Grosswangen) sagte, mit dem Programm könne vielen Frauen und ihren Familien Leid erspart werden. Yvonne Zemp (SP, Sursee) hoffte, dass mit dem Programm auch die Selbstkontrolle gestärkt werden könne.

Der Regierungsrat hielt in seiner Antwort auf den Vorstoss fest, dass es gute Gründe für und gegen das Mammographiescreening gebe. Er sei aber bereit, die Motion anzunehmen, das Parlament müsse aber dann auch die nötigen Mittel sprechen.

Der Regierungsrat geht von Einführungskosten von bis zu einer Million Franken aus sowie von jährlichen Kosten von 600'000 Franken. Er kündigte zudem an, die Einführung eines Screeningprogrammes für Dickdarmkrebs zu prüfen. (sda/rem)