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LUZERN: Luzern soll Informatikmittelschule erhalten

Der Regierungsrat schlägt dem Kantonsrat vor, per 1. August 2017 am Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum in Luzern eine Informatikmittelschule zu errichten. Damit wird dem Mangel an Fachkräften im Bereich Informatik entgegengewirkt.
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Musegg in Luzern arbeiten im Unterricht am Computer. (Archivbild Pius Amrein)

Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Musegg in Luzern arbeiten im Unterricht am Computer. (Archivbild Pius Amrein)

Der Kanton Luzern will qualifizierte Fachkräfte mit praxisorientierter Berufsbildung gezielt fördern und damit zur Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Luzern beitragen. So soll die Berufsmaturitätsquote auf 15 Prozent gesteigert und die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gestärkt werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Luzern vom Montag.

Um diese Ziele zu erreichen, will der Luzerner Regierungsrat per Schuljahr 2017/2018 am Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum Luzern (FMZ) eine vierjährige Informatikmittelschule errichten (wir berichteten). Die Schule ist als Ergänzung zur bereits bestehenden vierjährigen dualen ICT-Berufslehre (Informations- und Kommunikationstechnologie) geplant.

Der Regierungsrat unterbreitet dazu dem Kantonsrat eine entsprechende Botschaft. Die künftigen Absolventinnen und Absolventen der Informatikmittelschule schliessen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis als Informatikerin/Informatiker und mit einer kaufmännischen Berufsmaturität ab. Das Angebot ist für leistungsstarke Lernende attraktiv. Insgesamt wird mit einer Klasse von bis zu 24 Lernenden gerechnet.

«Mit der Errichtung einer Informatikmittelschule will der Regierungsrat die Anzahl Ausbildungsplätze für Informatikerinnen und Informatiker mit Berufsmaturität erhöhen», erklärte Regierungspräsident und Bildungsdirektor Reto Wyss heute vor den Medien. Die Berufsbildung Luzern verfüge mit den Wirtschaftsmittelschulen über eine gute Basis, um eine Informatikmittelschule zu errichten. Zudem würden Informatikmittelschulen in anderen Kantonen seit Jahren erfolgreich geführt.

Ausbildung im Rahmen der bestehenden Infrastruktur

Die Informatikmittelschule soll im Rahmen des bisherigen Globalbudgets realisiert werden und keine zusätzlichen Kosten verursachen. Die geplante Klasse der Informatikmittelschule soll anstelle einer Klasse der Wirtschaftsmittelschule (heute fünf Klassen pro Jahrgang) realisiert werden. Vorgesehen ist, dass der kaufmännische und allgemeinbildende Teil der Informatikmittelschule am Standort Luzern beim FMZ angesiedelt wird. Die fachliche Ausbildung im Bereich ICT erfolgt am Berufsbildungszentrum in Sursee, wo bereits heute die Informatiklernenden der dualen Berufslehre ausgebildet werden. An beiden Schulorten kann die Ausbildung im Rahmen der bestehenden Infrastruktur geführt werden.

Fachkräfte im ICT-Bereich sind gesucht

Der Mangel an Fachkräften im ICT-Bereich ist durch diverse Studien belegt. Am häufigsten werden Softwareentwicklerinnen und -entwickler gesucht. Aktuell ist die Anzahl ICT-Lernender auf der Sekundarstufe II und im Tertiärbereich nicht ausreichend, um den Bedarf zu decken. Unterstützung erhält die geplante Informatikmittelschule von weiteren Kreisen: Der Branchenverband ICT Berufsbildung Zentralschweiz und namhafte Ausbildungsbetriebe sowie die Fachhochschule Zentralschweiz stehen dem Vorhaben Informatikmittelschule positiv gegenüber.

pd/zim

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