LUZERN: Luzern verschiebt Lehrplan-Einführung nicht

Der Kanton Luzern kann den Lehrplan 21 wie geplant auf das Schuljahr 2017/18 einführen. Der Kantonsrat hat am Dienstag eine Verschiebung um drei Jahre mit 84 zu 29 Stimmen abgelehnt.

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Der Lehrplan 21 strebt einen Paradigmenwechsel an: weg von Inhalten, hin zu Kompetenzen. Im Bild: Primarschüler und ihr Lehrer im Unterricht. (Bild: Keystone)

Der Lehrplan 21 strebt einen Paradigmenwechsel an: weg von Inhalten, hin zu Kompetenzen. Im Bild: Primarschüler und ihr Lehrer im Unterricht. (Bild: Keystone)

Marcel Zimmermann (SVP) forderte mit dem Postulat, dass der Kanton Luzern den Deutschschweizer Lehrplan 21 nicht schon auf das Schuljahr 2017/18 einführe, sondern erst drei Jahre später. Er berief sich dabei auf den Aargau, der eine spätere Einführung beschlossen hatte.

Zimmermann machte für die Verschiebung unter anderem finanzielle Gründe geltend. Luzern solle zuwarten, bis Erfahrungen aus anderen Kantonen vorliegen würden.

Die anderen Fraktionen teilten Zimmermanns Ansicht aber nicht. Monique Frey (Grüne) sagte, Schulen müssten sich auf Veränderungen einstellen können. Es sei deshalb Zeit für eine Gesamtrevision des Lehrplanes.

Priska Wismer (CVP) sagte, es sei wichtig, dass Luzern mit den anderen Kantonen der Zentralschweiz koordiniert vorgehe. Andy Schneider (SP) sagte, ein gemeinsamer Lehrplan sei eine grosse Errungenschaft.

Auch Bildungsdirektor Reto Wyss wandte sich gegen eine spätere Einführung. Die Vernehmlassung habe gezeigt, dass der Lehrplan 21 im Kanton Luzern eine grosse Unterstützung habe. Er wies darauf hin, dass der Aargau der einzige Kanton sei, der eine spätere Einführung beschlossen habe.

sda