LUZERN: Luzerner Bauern und Fischer im Streit

Der Bauernverband kritisiert den Fischereiverband. Einmal mehr geht es um Gülleunfälle. Die Fischer kontern und der Kanton will schlichten.

Christian Hodel
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Fischsterben in Werthenstein im November 2011 (Symbolbild). (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)

Fischsterben in Werthenstein im November 2011 (Symbolbild). (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

«Der Fischereiverband des Kantons Luzern hat unser Vertrauen missbraucht», sagt Jakob Lütolf, Präsident des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbandes. «Eine Zusammenarbeit, wie sie jetzt stattfindet, ist sinnlos.» Bei der Kritik am Fischereiverband geht es einmal mehr um die Gewässerverschmutzungen durch Gülleunfälle. Grund für die Verärgerung der Bauern ist eine Medienmitteilung des Fischereiverbandes. Darin machte er die aktuellen Zahlen der Gülleunfällen publik und kommentierte diese. Eigenmächtig und entgegen den Abmachungen sei dies, ist Lütolf überzeugt. Der Bauernverband schreibt deshalb nun einen Brief an die Luzerner Regierung. Er will wissen, was diese über die Zusammenarbeit von kantonalen Dienststellen, Fischereiverband und Bauerverband denke.

Fischer sind irritiert

Beim Fischereiverband des Kantons Luzern hat man für das Vorgehen Bauernverbands kein Verständnis. «Wir sind enttäuscht und irritiert über den Angriff», sagt Kurt Bischof, Kommunikationsverantwortlicher. Der Fischereiverband vertrete die Fischer und informiere die Öffentlichkeit über Themen, die für Fische, Gewässer und Fischer relevant seien. «Das werden wir auch weiterhin tun.»

Christoph Böbner, Leiter der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern (lawa) kündigt an, nun mit beiden Verbänden den Dialog zu suchen.

Christian Hodel

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