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LUZERN: Luzerner in Mafia-Prozess freigesprochen

Der Vorwurf wiegt schwer: Einem Luzerner Kaufmann werden Beziehungen zur neapolitanischen Mafia nachgesagt. Dieser wehrt sich.

Z.*, ein 48-jähriger Kaufmann aus dem Raum Luzern, sah sich anlässlich eines Mafia-Prozesses mit happigen Vorwürfen konfrontiert. Ein Gericht in Neapel kam aber im vergangenen Oktober zum Schluss, dass Z. keinerlei kriminelle Machenschaften nachgewiesen werden können und sprach Z. vollumfänglich frei.

In den Mafia-Strudel geriet er, weil er während Jahren Konsumgüter aus Betrieben im Raum Neapel bezog, die von der Mafia kontrolliert und später von der Polizei gefilzt wurden. Bei ihren Aktionen stiessen die Behörden auf Dokumente, die Z.s Kontakte mit den einschlägigen Betrieben belegten.

Z.s Genugtuung über den Freispruch währte aber nicht lange. Diese Woche erfuhr er, dass ihm in einem jüngst erschienenen Anti-Mafia-Buch Verbindungen zum berüchtigten Camorra-Clan der Licciardis nachgesagt werden. Dass er vom Gericht von jeglicher Schuld freigesprochen wurde, wird nicht erwähnt.

* Name der Redaktion bekannt.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».

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