LUZERN: Luzerner Industrie erwartet Erholung

Erholung in der Industrie, Rückgänge beim Detailhandel, eine gute Baukonjunktur und eine kritische Geschäftslage im Gastgewerbe: Das vierte Quartal 2012 zeichnet bei den verschiedenen Branchen im Kanton Luzern ein unterschiedliches Bild.

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Szene aus der Trisa-Produktion. (Bild: PD)

Szene aus der Trisa-Produktion. (Bild: PD)

In der Luzerner Industrie zeigte sich im vierten Quartal 2012 eine Erholung, jedoch blieb die Auftragslage für viele Betriebe ungenügend. Der Detailhandel sah sich im Dezember – nach Zuwächsen in den Vormonaten – mit tieferen Umsätzen als in der Vorjahresperiode konfrontiert. Im Gastgewerbe wurde die Geschäftslage eher kritisch beurteilt. Die gute Baukonjunktur hielt weiterhin an. Bis im Sommer 2013 werden insgesamt stabile Verhältnisse erwartet, wie Lustat Statistik Luzern im Konjunkturbericht zum vierten Quartal 2012 mitteilt.

Industrie: Abwärtsbewegung gebremst

Die Abwärtsdynamik in der Luzerner Industrie verlangsamte sich im vierten Quartal 2012. Die Auftragsbestände wurden von Monat zu Monat besser beurteilt, blieben Ende Jahr jedoch häufiger zu klein als gross. Parallel zur Auftragsfront verbesserte sich die Geschäftslage. Für das erste Quartal 2013 wird laut Befragung der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF)  eine weitere Erholung erwartet.

Baumotor läuft weiter hochtourig

Die Luzerner Bauwirtschaft präsentierte sich im vierten Quartal 2012 in gutem Zustand. Über die Hälfte der Betriebe beurteilte die Geschäftslage als gut, die übrigen praktisch ausnahmslos als befriedigend. Die Auftragsbücher leerten sich im Verlauf des Quartals mitunter saisonbedingt. In sämtlichen Bausparten rechnet eine grosse Mehrheit der befragten Firmen mit einer gleich bleibenden Geschäftslage im ersten Halbjahr 2013.

Gastgewerbe: Geschäftslage wird kritischer beurteilt

Im vierten Quartal 2012 übernachteten gemäss Beherbergungsstatistik des Bundesamts für Statistik 6,3 Prozent mehr Reisende in Luzerner Hotels als in der Vorjahresperiode. Die von der KOF befragten Luzerner Hoteliers meldeten zwar zur Hälfte ein Logiernächteplus, einen höheren Umsatz als 2011 erzielten aber nur
16 Prozent; 20 Prozent setzten weniger um.

Die Ergebnisse der KOF-Umfrage zum Geschäftsverlauf der Luzerner Restaurants und Cafés zeigen kein homogenes Bild. 24 Prozent erzielten einen höheren Umsatz Konjunktur – Viertes Quartal 2012 Medienmitteilung als im Vorjahresquartal, gleichzeitig waren 32 Prozent von Einbussen betroffen. Auch die Absatzzahlen entwickelten sich uneinheitlich. Die Geschäftslage im Gastgewerbe wurde Ende 2012 insgesamt kritisch beurteilt: 45 Prozent gaben an, dass diese schlecht sei, von einer guten Lage sprachen 10 Prozent. Bis zur Jahresmitte erwarten knapp zwei Drittel unveränderte Verhältnisse, die übrigen häufiger eine Eintrübung als eine Aufhellung.

Detailhandel: Befriedigende Lage, stabile Aussichten

Die Luzerner Detailhandelsumsätze nahmen im Oktober und November zu, fielen im Dezember 2012 jedoch unter das Vorjahresniveau. Weniger Umsatz als im Weihnachtsmonat 2011 wurde insbesondere mit den Warengruppen Kultur und Wohnungseinrichtung erzielt. Ende Dezember war die Geschäftslage ähnlich wie Ende September für zwei Drittel der Befragten befriedigend und für je rund einen Sechstel gut respektive schlecht. Für das laufende Halbjahr wird von einer insgesamt gleich bleibenden Geschäftslage ausgegangen.

pd/bep