LUZERN: Luzerner Lebensmittelbetriebe schneiden gut ab

Kontrollen deckten in jedem zweiten Lebensmittelbetrieb Mängel auf. Die Gesundheit sei nicht gefährdet, beruhigt Kantonschemiker Silvio Arpagaus.

Pd/Rem
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In Lebensmittelbetrieben mangelt es oftmals an der Hygiene. (Bild: Archiv Neue LZ)

In Lebensmittelbetrieben mangelt es oftmals an der Hygiene. (Bild: Archiv Neue LZ)

Im vergangenen Jahr wurden im Kanton Luzern unangemeldet knapp 1700 Lebensmittelbetriebe kontrolliert. Dazu gehören Hotels, Restaurants, Bäckereien, Imbissbuden, Metzgereien und Supermärkte. «Das Resultat ist erfreulich», wie Kantonschemiker Silvio Arpagaus im Jahresbericht schreibt. «Mehrheitlich halten die Luzerner Lebensmittelbetriebe die Vorgaben ein, was die Qualität der Lebensmittel, die Hygiene und die Deklaration der Lebensmittel betrifft.» In Zeiten von Cervelat- und Pferdefleischskandal sei dieses Ergebnis positiv, so Arpagaus weiter.

50 Prozent Beanstandungen

Bei rund der Hälfte der Inspektionen mussten die kantonalen Lebensmittelinspektoren Punkte beanstanden. In den meisten Fällen waren diese jedoch geringfügig, wie zum Beispiel einzelne Mängel in der Dokumentation der Temperaturkontrollen.

Mengenmässig die grössten Probleme wurden bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Schinken oder Gemüse sowie dem Trinkwasser geortet. Ursache ist meist mangelnde Hygiene, wie aus dem Jahresbericht weiter hervorgeht.

75 Betriebe mit gravierenden Mängeln

In 75 Lebensmittelbetrieben mussten die Lebensmittelinspektoren einzelne Punkte als gravierend oder gar gesundheitsgefährdend beurteilen. Dabei handelte es sich z.B. um hygienische Missstände oder verdorbene Lebensmittel. In derartigen Fällen wird sofort gehandelt, indem die Ware beschlagnahmt und vernichtet wird. Der betroffene Betrieb hat die Mängel umgehend zu beheben, was mit einer Nachkontrolle überprüft wird.

Rückläufig war im Jahr 2012 die Anzahl der Betriebe mit erhöhtem Risiko und damit unmittelbaren Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit. Damit werde der Trend der vergangenen Jahre bestätigt, wie Silvio Arpagaus weiterschreibt.

Zusätzlich zu den Inspektionen in den Lebensmittelbetrieben haben die Inspektoren 6'500 Proben wie Lebensmittel, Trinkwasser, Kosmetika oder Modeschmuck untersucht. Diese Proben stammten z.B. aus Gastrobetrieben, dem Detailhandel oder aus dem Import. Rund 7 Prozent dieser Proben entsprachen nicht den Anforderungen und mussten beanstandet werden.

HINWEIS:
Zahlen und Fakten aus dem Bericht des Kantonschemikers »