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LUZERN: Luzerner Metro-Projekt vor dem Aus?

Die Metro Holding Luzern ist konkurs. Die Initianten des Luzerner Metro Projektes wollen aber von einem möglichen Aus des Vorhabens nichts wissen. Auch politisch ist das Vorhaben im Hintertreffen.
So haben sich die Initianten der Metro ihr Gefährt vorgestellt. (Bild: Visualisierung PD)

So haben sich die Initianten der Metro ihr Gefährt vorgestellt. (Bild: Visualisierung PD)

Über die Metro Holding Luzern soll am 11. September der Konkurs eröffnet worden sein. Dies berichtet 20 Minuten online. Der Inhaber der betroffenen AG ist Franz Zihlmann, der zusammen mit Marcel Sigrist die Luzerner Metro realisieren wollte.

Gegenüber 20min.ch sagte Sigrist, dass man das Metro-Projekt mit anderen Investoren weiterverfolgen wolle und dass der Konkurs ausserdem noch nicht rechtsgültig sei. «Unser Projekt geht in die richtige Richtung und wir warten nun ab, bis der Stadtrat einsieht, dass sein bevorzugtes Parkhaus Musegg ein Leerlauf ist», sagt Sigrist gegenüber weiter.

Franz Zihlmannwar gestern Abend für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Metro-Initiant Marcel Sigrist hingegen bestätigt gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung, dass über die Holding der Konkurs eröffnet worden sei. Zihlmann hat zehn Tage Zeit, um gegen den am 17. September im Handelsregister publizierten Konkurs Einsprache zu erheben.

Hat Zihlmann kein Geld mehr?

Über die Gründe für den Konkurs kann Sigrist nur mutmassen: «Franz Zihlmann hat wohl kein Geld mehr.» Dieser hatte bisher einen Grossteil der Aufwendungen finanziert, so etwa auch bis Ende 2013 die Machbarkeitsstudie für 1 Million Franken. Die Kosten für ein Vorprojekt schätzten die Initianten damals auf zwei bis drei Millionen Franken. Im Mai 2014 sprachen Zihlmann und Sigrist davon, dass ein Investor aus dem Kanton Zug grundsätzlich bereit wäre, die gesamten 400 Millionen Franken für den Bau der Metro zu finanzieren. Die beiden wollten damals aber weder Namen noch Details nennen. Und Zihlmann sagte damals gegenüber unserer Zeitung: «Wir sind auch noch mit anderen möglichen Geldgebern in Kontakt.»

Die Idee einer Metro vom Stadtrand zum Schwanenplatz war 2013 von Privaten aufgebracht worden. Es umfasst im Gebiet Ibach nördlich der Stadt Luzern zwei Parkhäuser für 3500 Autos und 80 Reisebusse. Die Realisierung kostet geschätzte 400 Millionen Franken.

Politisch steht das Projekt im Gegenwind. Die Regierungen von Stadt und Kanton bevorzugen ein neues 150-Millionen-Franken-Parkhaus im Musegghügel. Die privat finanzierte Metro laufe der bisherigen Verkehrspolitik zuwider und stehe in Konkurrenz zum öffentlichen Verkehr, argumentierten sie. (sda)

shä/dlw/sda

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