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LUZERN: Luzerner Parlamentarier für Jugendparlament

Der Kanton soll ein Jugendparlament schaffen. Diesen Grundsatzentscheid hat der Kantonsrat gefällt, indem es eine Motion von Priska Lorenz (SP, Grosswangen) mit 78 zu 35 Stimmen überwiesen hat.
Luzern spricht sich für Jugendparlament aus. Das Bild stammt aus dem Landratssaal in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Luzern spricht sich für Jugendparlament aus. Das Bild stammt aus dem Landratssaal in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Motion verlangt, dass der Regierungsrat die gesetzlichen, organisatorischen und finanziellen Grundlagen für ein Jugendparlament schafft. Dieses soll dem "Erwachsenenparlament" gegenüber ein Antragsrecht und bei Themen, die die Jungen betreffen, ein Anhörungsrecht haben.

Die Idee für eine solche Einrichtung wurde von einer Gruppe Jugendlicher lanciert. Lorenz erklärte, dass mit einem solchen Parlament die Jugendlichen für die Politik begeistert werden könnten.

Nichts von der Idee hielt die SVP. Ihre Sprecher befürchteten, dass mit Staatsgeldern etwas Künstliches oder Unberechenbares entstehen könnte. Sie fragten sich auch, ob die Jungen tatsächlich genügend Interesse an Politik hätten. An Gemeindeversammlungen oder Bundesfeiern zeigten sie sich kaum. Zudem könnten sich Interessierte in Jungparteien engagieren.

FDP, SP, Grüne und GLP riefen dagegen dazu auf, den Jugendlichen Vertrauen zu zeigen. Von Seiten der FDP hiess es, ein Nein wäre ein schlechtes Signal und würde bedeuten, dass die Jungen zwar Sport und Musik machen dürften, nicht aber Politik.

Gespalten zeigte sich die CVP. Ein Teil von ihnen unterstützte den Vorschlag der Regierung, die Motion nur als Postulat zu überweisen und statt direkt ein Jugendparlament zuerst mit einem Jugendkantonsratstag den Puls des potentiellen politischen Nachwuchses zu messen.

Der Kantonsrat sprach sich aber in einer Eventualabstimmung mit 65 zu 45 Stimmen für die Motion und gegen das Postulat aus und überwies die Motion anschliessend mit 78 zu 35 Stimmen. (sda)

Dachverband erfreut

Der Dachverband Schweizer Jugendparlamente nimmt erfreut zur Kenntnis, dass Luzern der 13. Kanton mit einem kantonalen Jugendparlament wird. Der Entscheid habe Signalwirkung für die ganze Zentralschweiz, heisst es in einer Mitteilung. Junge Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, auf kantonaler Ebene an politischen Prozessen aktiv teilzunehmen – denn nur wer mitbestimmen kann, identifiziere sich mit der Gesellschaft. Durch die Parlamentsarbeitet werden die Jugendlichen für politische Themen sensibilisiert und für ein politisches Engagement motiviert. Sie lernen, was es bedeutet, eine eigene Meinung zu vertreten, Kompromisse zu suchen und Verantwortung zu tragen.

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