LUZERN: Luzerner Prügel-Polizist suspendiert

Der von Polizeichef Beat Hensler beförderte prügelnde Polizist steht auch im Zentrum des Falls «Luchs». Jetzt leitet Regierungsrätin Yvonne Schärli eine neue, externe Untersuchung ein.

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Dunkle Wolken über der Luzerner Polizei. Im Bild das Polizeigebäude an der Kasimir-Pfyffer-Strasse in Luzern. (Bild: Pius Amrein / LZ)

Dunkle Wolken über der Luzerner Polizei. Im Bild das Polizeigebäude an der Kasimir-Pfyffer-Strasse in Luzern. (Bild: Pius Amrein / LZ)

Die Luft für Polizeikommandant Beat Hensler wird dünner und dünner. Die SVP fordert eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) und die Suspendierung Henslers, bis sämtliche Vorgänge restlos geklärt sind. Auch die Grünen fordern eine Untersuchung des Skandals.

Misslungene Aktion 2005

Hensler wird vorgeworfen, einen Kaderpolizisten befördert zu haben, obwohl dieser seine Freundin verprügelt hat. Inzwischen zeigen Recherchen der «Neuen Luzerner Zeitung», dass es sich beim Beförderten um ein Mitglied der Eliteeinheit Luchs handelt, die 2005 für eine komplett misslungene Polizeiaktion in Arth verantwortlich war. Die Aktion hatte für nationale Schlagzeilen gesorgt.

Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli reagierte am Donnerstagabend auf den zunehmenden Druck. Sie will den Fall neu aufrollen lassen und die Untersuchung einer externen, ausserkantonalen Person übertragen. Der Kaderpolizist wird vorläufig suspendiert.

Lukas Nussbaumer

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