LUZERN: Luzerner Regierung verteidigt Moskau-Reise

Nach Ansicht der Luzerner Regierung ist die Verwendung von Geldern des Lotteriefonds für eine Reise von Kanton und Stadt Luzern nach Moskau rechtens. Die Reise habe in erster Linie kulturellen Charakter gehabt, heisst es in der Antwort auf eine Anfrage im Kantonsrat.

Drucken
Teilen
Vor der Schweizer Botschaft in Moskau, von links: Marcel Imhof, Stiftungsratspräsident Wirtschaftsförderung Luzern; Stefan Roth, Stadtpräsident Luzern; Reto Wyss, Kultur- und Bildungsdirektor; Stefan Estermann, stv. Schweizer Botschafter in Moskau; Guido Graf Regierungspräsident; Marcel Perren, Direktor Luzern Tourismus; Numa Bischof-Ullmann Vorsitzender Geschäftsleitung Luzerner Sinfonieorchester (Bild: pd)

Vor der Schweizer Botschaft in Moskau, von links: Marcel Imhof, Stiftungsratspräsident Wirtschaftsförderung Luzern; Stefan Roth, Stadtpräsident Luzern; Reto Wyss, Kultur- und Bildungsdirektor; Stefan Estermann, stv. Schweizer Botschafter in Moskau; Guido Graf Regierungspräsident; Marcel Perren, Direktor Luzern Tourismus; Numa Bischof-Ullmann Vorsitzender Geschäftsleitung Luzerner Sinfonieorchester (Bild: pd)

An der Moskau-Reise vom November 2013 waren unter anderen zwei Regierungsräte, der Stadtpräsident von Luzern, aber auch Vertreter von Luzern Tourismus, der Wirtschaft und der Universität beteiligt. Zudem wurde das Luzerner Symphonie Orchester (LSO) für ein Konzert nach Moskau geflogen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 345'574 Franken; dafür wurden 289'819 Franken aus dem Lotteriefonds entnommen.

In einer Anfrage hatten die Grünen die Finanzierung des "Wirtschaftsförderungs-Reislis" kritisiert. Lotteriegelder müssten ausschliesslich für Vorhaben verwendet werden, die im öffentlichen Interesse liegen und nicht kommerziellen Zwecken dienen würden. Sie wollten deshalb von der Regierung wissen, wie sie die Verwendung von Geldern des Lotteriefonds rechtfertige.

Keine Lotteriegelder für Wirtschafts-Vertreter

In der am Montag veröffentlichten Antwort besteht die Regierung auf dem vorwiegend kulturellen Charakter der Reise. Das zeige sich etwa darin, dass die Delegation vom Regierungspräsidenten sowie vom Bildungs- und Kulturdirektor, nicht aber vom Wirtschaftsdirektor angeführt worden sei. Auch habe der Auftritt des LSO über die Hälfte des Betrages ausgemacht, der aus dem Lotteriefonds entnommen wurde.

Der Auftritt in Moskau habe das Ziel gehabt, Luzern als aussergewöhnliche Destination vorzustellen. Daneben habe man auch gezeigt, dass Luzern ein interessantes Reiseziel und ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort sei. Die Reisekosten für die Vertreter von Luzern Tourismus, der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz und von Lucerne Health seien von den jeweiligen Organisationen übernommen und nicht mit Lotteriegeldern finanziert worden. (sda)