LUZERN: Luzerner sollen sich mehr bewegen

Der Kanton Luzern soll ein eigenes Gesetz für die Sportförderung erhalten. Damit kann das Parlament gezielt Geld sprechen – zum Beispiel für Sportanlagen.

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Die Luzerner Bevölkerung soll sich wieder mehr Bewegen, wie hier am Stadtlauf. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Die Luzerner Bevölkerung soll sich wieder mehr Bewegen, wie hier am Stadtlauf. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Sport spielt für die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und die soziale Kompetenz der Bevölkerung eine immer bedeutendere Rolle. Auf Gesetzesstufe fehlten im Kanton Luzern jedoch konkrete Ziele und konzeptionelle Grundsätze, schreibt die Luzerner Regierung in ihrer Botschaft ans Parlament.

Die Sportförderung ist derzeit in mehreren Erlassen geregelt. Den Impuls für ein Gesetz über die Förderung von Sport und Bewegung hatte der Kantonsrat 2011 mit einer Motion gegeben.

Das neue Gesetz soll sowohl Programme und Projekte im Breiten- wie im Spitzensport fördern. Die Zahl der bewegungsaktiven Menschen soll erhöht und die Ehrenamtlichkeit besonders unterstützt werden.

Unterstützung für Sportanlagen

Beim leistungsorientierten Sport solle sich der Kanton für gute Rahmenbedingungen einsetzen. Der Kanton kann auch Organisationen und Sportanlagen unterstützen.

Mit dem neuen Gesetz muss die Regierung ein sportpolitisches Konzept erarbeiten. Ein zweites Planungspapier soll zudem über die Sportanlagen Auskunft geben.

Finanziert werden die Projekte gemäss des geplanten Gesetzes durch einen kantonalen Sportfonds. Dieser wird durch Lotteriegelder gespiesen. Hinzu kommen Beiträge Dritter sowie Mittel, die der Kantonsrat sprechen kann.

Keinen Anspruch

Vereine und Institutionen hätten nicht automatisch Anspruch auf Beiträge, heisst es im Gesetzesentwurf. Sie können jedoch bei der kantonalen Sportförderungskommission Gesuche einreichen.

Der Kommission sollen fünf bis neun Mitglieder angehören. Anrecht auf einen Sitz haben das Gesundheits- und das Bildungsdepartement sowie die Gemeinden. Die Amtsdauer der Mitglieder ist auf zwölf Jahre beschränkt.

Die Regierung will das neue Sportförderungsgesetz kostenneutral einführen. Ob die Beiträge künftig erhöht werden sollen, muss gemäss Regierung das Parlament entscheiden.

Bisher richtete der Kanton Luzern jährlich rund 3,8 Millionen Franken aus. Hinzu kamen 160'000 Franken aus Steuergeldern, die der Kanton an die Kaderbildung im Programm "Jugend und Sport" leistete.

Das Gesetz soll auf den 1. Januar 2014 in Kraft treten. In 16 Kantonen ist ein kantonales Sportförderungsgesetz in Erarbeitung oder bereits in Kraft. (sda)