LUZERN: Luzerner Theater: Abbruch ausgeschlossen

Einer der meist diskutierten Standorte für die Salle Modulable ist der Theaterplatz. Jetzt zeigt sich: Das bestehende Haus darf aus baurechtlichen Gründen gar nicht abgerissen werden.

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Diese um 1900 entstandene Aufnahme stammt aus der Glasplattensammlung Emil Götz. Zwischen dem Stadttheater und der Jesuitenkirche ist der 1949 abgerissene Freienhof zu sehen. (Bild Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Luzern)

Diese um 1900 entstandene Aufnahme stammt aus der Glasplattensammlung Emil Götz. Zwischen dem Stadttheater und der Jesuitenkirche ist der 1949 abgerissene Freienhof zu sehen. (Bild Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Luzern)

Beim Luzerner Theater handelt sich um die älteste in ihrer historischen Bausubstanz noch existierende Spielstätte der Schweiz. Dieser Umstand ist baurechtlich relevant. Änderungen an der Bausubstanz sind gemäss der Luzerner Baurechtsexpertin Claudia Keller Lüthi nur dann zulässig, wenn sie aus statischen Gründen unausweichlich oder wenn Bauteile von untergeordneter historischer Bedeutung betroffen sind. «Faktisch entspricht diese Einschränkung in Bezug auf das Luzerner Theater wohl einem Abbruchverbot», so die Rechtsanwältin. Zur Frage ob der Standort Theaterplatz damit aus dem Rennen fällt, wollten sich die Projektverantwortlichen «Neue Theater Infrastruktur» nicht äussern.

Das Stadttheater Luzern (links) wurde von Oberstleutnant Louis Pfyffer von Wyher entworfen und 1839 mit einer Aufführung von Schillers "Wilhelm Tell" eröffnet. Diese zwischen 1840 – 1850 entstandene Lithographie zeigt das Gebäude von Kapellbrücke aus. (Stadtarchiv Luzern, F2a/VEDUTEN/ANSICHTEN/049) (Bild: Stadtarchiv Luzern, F2a/VEDUTEN/ANSICHTEN/049)
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Nicht weniger als sechs Standorte wurden vor dem Bau für das Theater diskutiert. Man entschied sich schliesslich, dass der Neubau mit der Schaufassade an zentraler Lage zu stehen kommen sollte – am linken Seeufer neben dem Freienhof und der Jesuitenkirche. (ZHB Sondersammlung) (Bild: ZHB Sondersammlung)
Diese um 1900 entstandene Aufnahme stammt aus der Glasplattensammlung Emil Götz. Zwischen dem Stadttheater und der Jesuitenkirche ist der 1949 abgerissene Freienhof zu sehen. (Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Luzern) (Bild: Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Luzern)
Der Bau wurde damals  - abgesehen von der Schaufassade in gegen die Reuss – eher auf seine Zweckmässigkeit ausgelegt, wie man auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1899  von der Südseite des Theaters erkennen kann. (ZHB Sondersammlung) (Bild: ZHB Sondersammlung)
Blick von der Bahnhofstrasse aus auf das Gebäude im Jahr 1900. (ZHB Sondersammlung) (Bild: ZHB Sondersammlung)
Eine grosse Bewährungsprobe hatte das Stadttheater im Jahre 1924 zu bestehen, als ein verheerender Brand in der Nacht vor der Saisoneröffnung grosse Teile des Dachstocks mitsamt den dort eingelagerten Kostümen, Kulissen und Requisiten zerstörte. (Stadtarchiv Luzern, F2a/STRASSEN/THEATERSTRASSE) (Bild: Stadtarchiv Luzern, F2a/STRASSEN/THEATERSTRASSE)
Gegen den geplanten Wiederaufbau wurde eine Volksinitiative lanciert, die den Abbruch des Theaters forderte. Diese wurde im Juni 1925 allerdings vom Stimmvolk abgelehnt. (ZHB Sondersammlung) (Bild: ZHB Sondersammlung)
Wie dieses Bild aus dem Jahre 1957 zeigt, hatte das Theater Luzern früher noch nicht den Vorbau, in dem sich das heutige Foyer befindet. (ZHB Sondersammlung) (Bild: ZHB Sondersammlung)
Der Vorbau entstand erst 1964, als die Luzern wohnhafte Niederländerin Henriette Adolphine Berghuys der Stadt 1964 fast vier Millionen Franken zu Gunsten der Stadttheaters vermachte. (ZHB Sondersammlung) (Bild: ZHB Sondersammlung)

Das Stadttheater Luzern (links) wurde von Oberstleutnant Louis Pfyffer von Wyher entworfen und 1839 mit einer Aufführung von Schillers "Wilhelm Tell" eröffnet. Diese zwischen 1840 – 1850 entstandene Lithographie zeigt das Gebäude von Kapellbrücke aus. (Stadtarchiv Luzern, F2a/VEDUTEN/ANSICHTEN/049) (Bild: Stadtarchiv Luzern, F2a/VEDUTEN/ANSICHTEN/049)


ber

 

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