LUZERN: Luzerner Theater zeigt Neues und Altes

Das Luzerner Theater hat für die Saison 2013/14 einen Spielplan mit Klassischem, Modernem und Unbekanntem zusammengestellt. Direktor Dominique Mentha will damit in seiner zehnten Spielzeit sein Theater als «offenes Haus» präsentieren.

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Szene aus dem Stück «Alice» (Stefanie Mrachacz, Linda Lienhard, Banafshe Hourmazdi, Lisa­Katrina Mayer und Michèle Breu, von links), das derzeit am Luzerner Theater gezeigt wird. (Bild: Luzerner Theater / Ingo Höhn)

Szene aus dem Stück «Alice» (Stefanie Mrachacz, Linda Lienhard, Banafshe Hourmazdi, Lisa­Katrina Mayer und Michèle Breu, von links), das derzeit am Luzerner Theater gezeigt wird. (Bild: Luzerner Theater / Ingo Höhn)

Auf dem Spielplan stehen nicht weniger als zehn Uraufführungen, dazu kommen Schweizer Erstaufführungen. Zu diesen gehört «Pnima» (Ins Innere). Mit dieser Oper ohne Worte der israelischen Komponistin Chaya Czernowin wird am 29. August die Saison eröffnet.

Czernowin ist diesen Sommer Composer-in-residence am Lucerne Festival. Das Werk ist nicht nur für die Sängerinnen und Sänger eine Herausforderung, auch der technische Aufwand für die musikalische Wiedergabe ist enorm. «Pnima», ein Psychogramm der Verdrängung, sei der schwerste Stein der Saison, sagte Mentha.

Die Saison beenden wird das Musiktheater mit einer Uraufführung. Es ist Elisabeth Naskes Oper «Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch», die einen Stoff von Michael Ende aufnimmt. Mit dem Werk «The Boatswain's Mate» der 1858 geborenen Komponistin und Suffragette Ethel Smyth setzt das Luzerner Theater seine Tradition fort, auch unbekannte Opern zur Aufführung zu bringen.

Mit Georg Friedrich Händels «Alcina» setzt das Theater erneut ein Barockwerk auf das Opernprogramm, das mit Georges Bizets Oper «Carmen», Gaetano Donizettis komischer Oper «Don Pasquale» und Cole Porters Musical «Kiss Me, Kate» komplettiert wird.

Junge Stücke aus dem Balkan und der Schweiz

Das Schauspiel setzt Anfang der Saison einen Schwerpunkt zu Südosteuropa. Anton Tschechows «Kirschgarten» wird von einem serbischen Team unter Predrag Strbac inszeniert, zudem werden neue Stücke aus Serbien, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo gespielt.

Ein zweiter Schwerpunkt ist die Jungfrau von Orléans. «Johanna!» in der Inszenierung von Sabine Auf der Heyde basiert auf Werken von Friedrich Schiller, George Bernard Shaw, Jean Anouilh, Felix Mitterer und Felicitas Hoppe.

Uraufgeführt werden Schweizer Stücke von Martina Clavadetscher, Katja Brunner, Daniel Mezger und Sabine Harbeke. Auf dem Programm stehen ferner Bert Brechts «Der gute Mann von Sezuan» und Samuel Becketts «Warten auf Godot».

Das Kinderstück ist Alex Porters «99 Elefanten», dies als Uraufführung. Über 40 Jahre nach der Uraufführung kommt Richard O'Briens Schauspielmusical «The Rocky Horror Show» nach Luzern.

Ausschliesslich Uraufführungen bietet das Tanzensemble. Pjotr Iljitsch Tschaikowskis «Dornröschen» wird von Stijn Celis neu choreografiert. Der «Nussknacker» wird von Kinsun Chan (Choreografie) und Daniel Steffen (Komposition) überarbeitet unter dem Titel «Nuts!» gezeigt. Dazu kommen Choreografien von Patrick Delcroix und Lukás Timulak sowie des Tanzensembles.

sda