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LUZERN: Mängel, wohin das Auge schaut

Das Schulhaus Felsberg soll saniert werden. Ein Augenschein zeigt: Das ist bitter nötig. Prekär sieht es in den Duschen und WCs aus.
Guy Studer
Das Schulhaus Felsberg soll saniert werden. Auf dem Bild zu sehen ist ein Blick in die Sporthalle. Im Vordergrund: Sportlehrerin Fabienne Wyss. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Das Schulhaus Felsberg soll saniert werden. Auf dem Bild zu sehen ist ein Blick in die Sporthalle. Im Vordergrund: Sportlehrerin Fabienne Wyss. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Eine wunderschöne Anlage ist sie, jene des Schulhauses Felsberg. An erhöhter Lage mit Aussicht auf die Stadt bettet sie sich parkartig in den sanft abfallenden Hang. Prächtige alte Bäume spenden Schatten, für die Schüler stehen in der Pause ein Spielplatz, ein Pingpongtisch sowie Bänke bereit. Schwenkt man den Blick hinüber auf die Gebäude, endet die Herrlichkeit abrupt.

Von aussen wirken die Häuser aus dem Jahr 1948 nicht zeitgemäss, etwas trostlos. Ein Rundgang drinnen zeigt erst recht, wie unumgänglich eine umfassende Sanierung ist. Es wäre – bis auf einzelne, kleinere Investitionen – die erste seit dem Bau des Schulhauses. «Wir warten seit Jahren darauf», sagt Schulleiterin Pia Deubelbeiss, «viele langjährige Lehrer haben gar nicht mehr daran geglaubt.» Doch jetzt steht die Sanierung vor der Türe: Am 3. März stimmt das Volk über den Baukredit von 19 Millionen ab. Geplant ist auch ein Neubau für den Kindergarten und Räume für Betreuungsangebote wie den Mittagstisch (Ausgabe vom 20. Februar). Bei einem Ja könnten die Arbeiten im Sommer starten, Ende 2015 wären sie voraussichtlich abgeschlossen.

Dusche wie zu Grosspapas Zeit

Besonders marode sind die sanitären Anlagen, wie etwa ein Blick in die Dusche der Turnhalle zeigt: Die Decke ist mit grauen Flecken übersät, einzelne der vergilbten Kacheln haben sich abgelöst, und die Duscheinrichtung erinnert an Schwarz-Weiss-Filme. Und da es die einzige Duschanlage ist, müssen sich Buben und Mädchen abwechseln. Auch an der Turnhalle nagt der Zahn der Zeit. «Einrichtungen für Reck und Ringe sind angerostet», sagt Sportlehrerin Fabienne Wyss, die gerade eine 1./2. Klasse unterrichtet. «Die Turnhalle hat auch keine brauchbaren Wände.» Auf der einen Seite ist eine alte Fensterfront, an der anderen hängen alte Heizungsradiatoren. Ein Sicherheitsrisiko, was die Geräte betrifft, bestehe für die Schüler aber nicht, betont Deubelbeiss.

Einige WCs müsste man nicht anschreiben, der festsitzende Uringeruch weist den Weg. Sie sind seit 1948 praktisch unverändert. Auf anderen sind immerhin etwa Pissoirs ersetzt worden und die Kabinen farbig gestrichen. «Wir mussten reagieren und haben einige Anlagen ersetzt, die Schüler durften streichen», sagt Deubelbeiss. Denn: «Viele Schüler sind aus Ekel nicht mehr aufs WC gegangen.» Sie hätten es «verklemmt», bis sie wieder zu Hause waren.

Abwart Markus Steiner kann die Sanierung – ein Nein an der Urne ist unwahrscheinlich – kaum erwarten: «Als ich hier die Arbeit aufnahm, sagte mein Vorgänger, dass nun bald saniert werde. Das war vor 23 Jahren.» Der Abwart muss sich ebenfalls einschränken: Seine Geräte bringt er teilweise im Gang unter. Platznot herrscht auch im Lehrerzimmer, das einst eine Schulküche war. Auch drückt im Winter die Kälte durch die alten Fenster. «Manche Lehrer trinken ihren Kaffee im Wintermantel», sagt Steiner. Da helfen auch die grösstenteils zitronengelb gestrichenen Wände nicht. Es ist das Werk einer engagierten Lehrerin, die aber nicht ganz fertig wurde, bevor sie eine neue Stelle antrat.

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